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Hatesphere: The Great Bludgeoning

Schaffen locker den Spagat zwischen modernem Death Thrash und selbstverliebter Eigentreue
Wertung: 9/10
Genre: Death Thrash Metal
Spielzeit: 36:57
Release: 23.09.2011
Label: Napalm Records

Neues Album, neue Besetzung, also alles wie gehabt. Wann immer man auf Hatesphere zu sprechen kommt, bleibt die Diskussion doch häufig an den Personalienwechseln hängen, haben die Dänen doch mit Esse Hansen erneut einen neuen Mann am Mikrofon, und auch Bassist Jimmy Nedergaard komplettiert erst seit 2011 das Line-Up. Dass die Truppe rund um Bandchef Pepe Hansen allerdings keine blöd zusammengecastete Mannschaft darstellt, kann man allein schon während ihrer Live-Auftritte beobachten – da wird zusammen gefeiert und Party gemacht, bis die Balken krachen. 

Und das war es dann auch schon an großartigen Änderungen im Bandlager – neues Personal bedeutet also hier nicht auch zwangsläufig neuer Sound, denn Bandkopf Pepe Hansen hat auch hier wieder federführend seine Songideen eingebracht, was im Falle Hatesphere bedeutet, dass neben einigen Geschwindigkeitsmassakern auch jede Menge Groove-Maulschellen verteilt werden.

Part eins der Platte: Die Knüppelpassagen. Hatesphere geizen da nicht zu knapp, denn gleich mit dem Opener „The Killer“ schallern die Glocken im Oberstübchen, dass es sich gewaschen hat – nicht besonders innovativ, aber mit einer herrlich aggressiven Attitüde preschen die Jungs straight nach vorn – „hate builds up inside“ bringt es da passend auf den Punkt. Aber auch „Smell Of Death“ ist so ein Killer vor dem Herrn; die Doublebass pumpt förmlich das Adrenalin durch die Boxen, Esse liegt stimmlich verdammt nahe im Bereich eines Bredahl und bevor sich überhaupt eine eintönige Verknüppelung im Ohr festsetzen kann, da verschleppen die Burschen auch schon wieder das Tempo, packen ein wenig höllisch intensiven Groove hinzu, bevor es dann doch wieder einen auf die Glocke gibt.

Part zwei dieser Platte: Groove wird auch generell auf „The Great Bludgeoning“ groß geschrieben – „Resurrect With A Vengeance“ gehört zum Beispiel zu diesen Monstern, die sich zäh an den Hörnerv heften und dort im späteren Verlauf in Achterbahnmanier für ein auf und ab der Gefühle sorgt – peinvoll, wenn man den brutalen Rhythmus dauerhaft verspürt, die Gitarren sich im Musikwanst einbrennen und für immer ein „Ich hab's gehört“-Merkmal hinterlassen. Oder gar „Venom“ – wie pures, aber glückseliges Gift hämmert ein Riff nach dem anderen auf den schon ergebenst daliegenden Lauscher, am Anfang drängt sich einfach immer wieder auf, dass man sogar glatt den Refrain vonAC/DCs „Breaking The Rules“ einbauen könnte. Aber auch Midtempo-Groover wie „Need To Kill“ machen Eindruck und hinterlassen das Gefühl, dass man schon bald am Ende einer Platte ist, die sich einfach wieder gelohnt hat.

Wer Spaß an modernen Thrash-Bands mit reichlich Todes-Einflüssen hat, kommt auch nicht an dem neuen Hatesphere-Werk „The Great Bludgeoning“ vorbei, denn auch wenn häufig die Groove-Keule im Vordergrund steht, geht niemals die räudige Aggression verloren, die die Dänen scheinbar schon immer im Blut hatten – zumindest scheint Bandkopf Pepe infektiös genug zu sein, die regelmäßig neuen Mitstreiter anzustecken. Da bleibt doch nur zu wünschen, dass sie endlich ein stabiles Line-Up gefunden haben, denn auch live funzt die Sache so gut, dass man den Ex-Sängern Jacob Bredahl und Jonathan Albrechtsen nicht nachtrauern muss – Hatesphere schaffen locker den Spagat zwischen modernem Death Thrash und selbstverliebter Eigentreue – „I like it“ wie so viele andere auch.

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