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Hatesphere: Serpent Smiles And Killer Eyes

Wer harten Metal liebt, der wird gefallen am neuen Album der Dänen finden
Wertung: 9.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 40:51
Release: 27.04.2007
Label: Steamhammer/SPV

Nicht wenige Fans (und auch die internationale Presse) erwarteten mit Spannung das neue Hatesphere-Album. Das liegt nun in Form von „Serpent Smiles And Killer Eyes“ vor. Doch kann es auch dem superben Vorgänger „The Sickness Within“ das Wasser reichen? Die Antwort lautet eindeutig: JA. Bredahl und Co. zelebrieren ihre ganz eigene Sichtweise des Thrash Metal im Jahre 2007. Das bedeutet, sich nicht vor modernen Einflüssen zu sperren, jedoch nie in die Metalcore-Falle zu tappen. Altes verbindet sich mit Neuem, egal wie man das Ganze auch nennen will. Vielleicht Modern Thrash? Kein Plan. Bleiben wir also ganz banal beim Thrash Metal.

Man merkt den Dänen definitiv an, dass sie die letzten Jahre ausgiebig getourt und zu einer noch größeren Einheit gewachsen sind. So klingt „Serpent Smiles And Killer Eyes“ insgesamt variabler als noch der Vorgänger und glänzt dadurch mit noch mehr Abwechslung zum Hören. Hier und da schimmern mal Entombed („Drinking With The King Of The Dead”) oder aber Machine Head („The Slain”) durch die Soundhecke, bleiben aber gut getarnt.

Dass manch einer Hatesphere als Metalcore bezeichnet, ist mir befremdlich. Ich für meinen Teil kann keine Parallelen zu dem Genre feststellen. Und das soll was heißen, ist der Metalcore nicht gerade etwas, was ich innig liebe. Sicherlich kann man eine Band so etikettieren, sobald sie nur einen Downstroke im Riffing benutzt, doch so was ist ja keine Erfindung der letzten paar Jahre. Das gibt es schon länger. Und mir läuft auf der neuen Scheibe kein Song über den Weg, der durch Hardcoreanleihen entscheidend geprägt ist.

Und um das zu untermauern, lässt die erste Thrashgranate nach dem Betätigen des Play-Knopfes nicht lange auf sich warten. „Lies And Deceit“ ist der perfekte Opener, welcher sich mit Urgwalt Richung Vorderhirn schiebt. Keine zuckersüßen Melodien, nur immer auf die Zwölf. So genau muss ein Album anfangen. Wenn dann noch gleich ein Albumhighlight in Form von „The Slain“ hinterher geschoben wird, kann ja nichts schief gehen. Runter vom Gaspedal und den Mördergroove ausgepackt. Raus mit dem Hundegebelle im Refrain und eine coole Rock ´N Roll-Attitüde in die Stimme gelegt. Vielleicht noch ein bisschen Machine Head dazu und fertig ist ein Überflieger, den ich den Dänen in dieser Form nicht zugetraut hätte.

Wo in „Damned Below Judas“ tiefe Death-Growls die Herrschaft übernehmen, machen das in „Drinking With The King Of The Dead” die in Entombed-Manier vorgetragenen Riffs. Coolnessfaktor “hoch”, auch wenn der Song nicht unbedingt zu den Albumfavoriten gehört.

Ganz anders dagegen „Let Them Hate“. Fies schleppende und vor allem eingängige Riffs. Kaum Breaks, kaum Spielereien. Hier kann von vorne bis hinten mitgebangt werden, dass einem die Rübe abmontiert werden muss vor Schmerzen. Daumen weit nach oben. Kracherteil. Die restlichen Tracks sind nicht minder schwach als die aufgezählten. Alles auf erschreckend hohem Niveau und mit unüberhörbaren Livequalitäten ausstaffiert. Jeden Song einzeln auf den Tisch legen und in seine Bestandzeile zerlegen, dazu habe ich keine Lust. Und wer will das schon lesen. Es bleibt ja immer noch ein Review und kein Referat.

Mein Fazit: Also entlasse ich euch mit der direkten Aufforderung, am 27.04. den nächstgelegenen Plattenladen zu entern, die Herausgabe der neuen Hatesphere zu fordern und sie nicht vor 20 Durchläufen aus dem Player zu entfernen. Ich will schließlich nicht der einzige sein, der mit dem „Serpent Smiles And Killer Eyes“-Virus infiziert durch die Gegend rennt. Und glaubt mir…wer harten Metal liebt, der wird gefallen am neuen Album der Dänen finden. Ich bin begeistert.

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