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Hatenation: Blacklist

Grooven nur auf halber Strecke
Wertung: 6.5/10
Genre: Neo-Thrash, Groove Metal
Spielzeit: 43:22
Release: 22.10.2010
Label: SAOL / H´Art / Zebralution

Der Name Hatenation lässt direkt vermuten, dass es hier nicht um um Wölkchen, Ponys und Gummibärchen geht. Von der iberischen Halbinsel dröhnt der wummernde Groove Metal der Combo zu uns herüber, dabei orientiert sich das Quintett zwar vor allem an Bands wie Pantera oder Lamb Of God, Sänger Carlos rutscht aber auch schon mal in Machine Head- und Chimaira-Gefilde.

Der Background der Jungs befindet sich hauptsächlich in Barcelona, wo schon vor Hatenation einige andere Bands auseinander genommen wurden – Bassist „Sting“ hat dabei wohl die größte musikalische Spannweite, zermarterte er sich doch schon in Punk-Grunge-Combos, ebenso wie in katalanischen Bands die Finger. Allein bei der Aufzählung der Einflüsse sollte man ja meinen, dass die Debütscheibe „Blacklist“ zündet wie ein Feuerwerkskörper, aber dem ist nicht so: Weder der erste noch der zweite Durchlauf bringen besonders ausgefeilte Arrangements ans Tageslicht, aber wie sagt man so schön – aller guten Dinge sind drei, also klicken wir mal eben erneut auf die „Play“-Taste und sehen, was dabei rumkommt.

Fehler Nummer eins: zuviel Groove erwarten. An Chimaira beispielsweise kommen die Spanier nämlich nicht heran. Macht aber nichts. Fehler Nummer zwei: die Lautstärke. „Blacklist“ funktioniert nämlich sehr wohl, allerdings darf man keine Angst vor temporärem Tinnitus haben; nur auf der richtigen Lautstärke kommen die dynamischen Drums, die relativ tiefen Gitarren und das heisere Organ von Carlos richtig zur Geltung.

„Countdown“ macht den Opener mit dominantem Bass und einer sich stetig aufbauenden Stimmung, die live sicherlich für die ein oder andere Gänsehaut sorgen wird. Leider gehen die Jungs dann etwas zu schnell in die Vollen (obwohl ich nie gedacht hätte, dass ich das mal sage), trotzdem lässt sich hier mit rauen Growls schon erkennen, in welche Richtung die Scheibe gehen wird – eine gute Richtung! Dass Hatenation auf Tempowechsel stehen, wird schon in den ersten anderthalb Minuten deutlich, was es im weiteren Verlauf zeitweise etwas schwierig macht, den Songs zu folgen.

„Internal Sickness“ geht dann erstaunlich gut nach vorne, was wahrscheinlich vor allem an den genialen Gitarren liegt – Carlos kämpft sich durch Growls, die ein wenig an Soulfly erinnern, macht seinen Job aber wirklich gut, wenn auch auf Dauer ein wenig Monotonie vorherrscht. Zum Glück macht dem das Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte recht schnell den Garaus – was Kike und Igna hier produzieren, ist hohes Niveau, wirkt aber trotzdem nicht aufgesetzt oder gar steril.

Richtig derben Groove gibt es dann endlich bei „Unknowledge Fields“, bei dem die Combo wie eine Mischung aus den ganz alten Ill Niño mit dem damaligen Sänger Jorge, und Soulfly klingen – so kann’s weitergehen! Versehen mit düster-bedrohlichen Gitarren bildet der Song eines der Highlights der Scheibe. Allmählich scheinen die Jungs sowieso die Kurve gekriegt zu haben, denn auch das folgende „Pain“ gestaltet sich titeltechnisch passend brutal, scheut aber auch vor einem melodiösen Gitarrensolo nicht zurück, bevor Carlos wieder voll loslegt.

„Traces“ bietet einen sehr schnellen Tempoumschwung – von groovig-gediegen bis zu rasant-thrashig dauert es nicht mal eine Millisekunde, schließlich gipfelt das Ganze in einem sphärischen Gitarrengeplänkel, hinterlegt mit Carlos' unmenschlichem Gebrüll und fast doomig angeschlagenen Saiten. Ich glaube, hier zeigt die Band erstmals wirklich, was sie alles draufhat. Großartig. Zum Abschluss haben Hatenation mit dem Bonustrack „N.E.P.“ einen knapp vierzigsekündigen Grindthrasher im Gepäck, der Napalm Death alle Ehre gemacht hätte.

Fazit: Zwar groovt „Blacklist“ nicht über die volle Distanz und vor allem zu Beginn der Scheibe ziehen sich die Songs, bis auf den Opener, eher gemächlich dahin, erscheinen zu sperrig, zu unüberlegt – der zweite Teil der Platte entschädigt dann aber mit einigen sehr guten Songs, einer großartigen Gitarrenfraktion und Drumming, das absolut auf den Punkt gebracht wird. Mehr als 6,5 Punkte sind aber wegen der schwachen ersten Halbzeit nicht drin.

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