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Hate Tyler: Vidia

Die Südländer ziehen ganz schön an
Wertung: 8,5/10
Genre: Thrash Metal / Hardcore / Metalcore
Spielzeit: 49:44
Release: 28.03.2014
Label: SG Records / Your Distribution

Italien ist ja eher bekannt für seine Symphonic-Metal-Szene. Nach und nach öffnet sich das Mittelmeerland aber auch den anderen Stilrichtungen. Inzwischen gibt es international tätige Bands fast sämtlicher Spielarten. Auch Hate Tyler wagen sich mit ihrem zweiten Album weiter in internationale Gefilde vor. Das erste Album hat die 2011 gegründete Band bereits im Jahr 2012 unter dem Namen „The Great Architect“ veröffentlicht. In der Zwischenzeit hat sich aber personell schon wieder etwas verändert und die Band hat einen neuen Shouter und einen neuen Drummer. Jetzt kam Album Nummer zwei auf den Markt und Hate Tyler präsentieren sich deutlich abwechslungsreicher und gereifter als zuvor.

Das Intro klingt zwar eher nach einem Club-Track, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. „Vidia“ ist eine richtig fette Darbietung, die einem die Ohren erst mal kräftig durchspült. Und so bleibt es dann auch die nächsten vierzig Minuten – Hate Tyler hauen mächtig auf den Putz. Vor allem „Photograph“ entwickelt sich schnell zum Ohrwurm und setzt sich nachhaltig im Gehirn fest. Aber auch andere Stücke fesseln schnell. „Lifenymph“ (zu dem Titel gibt es ein Video) ist auch ein Kracher, der mit seinen Melodiebögen schnell begeistern kann.

Interessant ist die Band vor allem auch, weil sie sich nicht scheut, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. So sind kleinere Ausflüge in den Djent keine Seltenheit und während „Listen To My Tragedy“ gibt es ein ordentliches Basssolo. Nicht nur eine kurze Bridge oder ähnliches, sondern ein richtiges, leicht angejazztes Basssolo. Das klingt ganz ordentlich und entschädigt auch großteils dafür, dass die Bassgitarre sonst eher ein Schattendasein führt.

Die Italiener können aber nicht nur voll auf die Mütze. Auch melancholisch-ruhig präsentieren sie sich auf „Vidia“, zumindest mit einem Stück. „Make Me Stronger“ ist eine traurige Ballade, die sich mit ihrer Melodie ebenfalls sofort im Kopf festsetzt. Hier kann Frontmann Stefano Olivia auch mit cleaner Stimme glänzen. Und er glänzt tatsächlich. Mit vollem Organ und sauberer, stabiler Stimme gibt er dem Lied genau den richtigen Charakter, der das Stück ans Herz gehen lässt. Zum Abschluss gibt es dann noch einmal richtig auf die Mütze. „D.D.“ greift das Thema des Intros wieder auf und rockt noch mal mit viel Einsatz.

Wer es moderner mag und Bands wie Sonic Syndicate, I Spit Ashes oder Deadlock gut findet, der kann hier nichts falsch machen. Die Italiener vermitteln ihr Talent nicht durch übertriebene Hooklines, aber durch dezent gesetzte Elemente, die aufhorchen lassen. Man darf sehr gespannt sein, wie die Karriere des Quintetts weiter verläuft.  

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