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Haruc: Nastrand

Für einen Abstecher in den Underground und seine ungeformten Klänge
Wertung: 6.5/10
Genre: Pagan/Back Metal
Spielzeit: 23:0
Release: 30.11.2005
Label: Eigenproduktion

Vor insgesamt neun Jahren haben sich fünf Burschen aus Trier dazu entschlossen Haruc zu gründen. Inzwischen entstanden zwei Demos und eine einzige CD, doch noch immer keine Spur von Konzerten und ebenso kein Plattenvertrag in Aussicht. Sogleich wollen wir mal ergründen, woran dies liegen könnte.

Das neueste Werk der Trierer wird "Nastrand" genannt. "Nastrand" ist der Ort, an den niederträchtige Menschen nach ihrem Tod kommen. Wir begeben uns also in das Moloch der germanischen Mythologie. Wie stellt man sich die Hölle vor? Roh, unbeherzt und disharmonisch. Diese Worte passen sogleich auf die Tatenjungs von Haruc.

Ein gleich bleibender Ton, die Glocken ertönen und schwupps wurden wir in Harucs Musik geworfen. Zu Beginn eröffnet sich die CD mit durchaus harmonischen Gitarrenparts, doch auch dies ändert sich schnell und alles wird über den Haufen geworfen, indem ein nicht ganz definierbares Gemisch aus eher gewöhnlichen Black Metal-Riffs, sowie Pagan-Einschlägen fabriziert wird.

Doch eins sei angemerkt:

Ich rechne es jedem Musiker hoch an, wenn man in Eigenproduktion eine CD auf die Beine bringt, doch der Sound ist definitiv nicht gut abgemischt. Man kann kaum die Gitarrenriffs raushören, was deutlicher wird, ist der fehlende Rhythmus in den Drums.

Ich schätze, dass es ein Trend ist, die alten Germanen mit schwarzmetallischen Klängen zu mischen, nur um in diesem eh schon überlaufenen Genre bestehen zu können, muss man dem Publikum etwas Neues bieten und daran sollte hier noch gearbeitet werden. Die Musik ist sehr eingängig und folgt einer Linie. Im abschließenden Song „Der Sonne fern“ beweisen die Jungs aber, dass sie durchaus eine Prise von Talent mitbringen, nur an der Umsetzung hapert es noch. Ein wenig Abwechslung und vielleicht nicht beide Gesangslinien zur gleichen Zeit ablaufen lassen, ja, dies würde dem ganzen ein wenig Aufschwung geben.

Zum Abschluss muss ich aber ein Lob loswerden. An Hand der Albenaufmachung kann man durchaus sehen, dass eine Idee hinter der Band steckt. Sie wollen einem die Pforte in die germanische Unterwelt öffnen, auch wenn sich die Unterwelt als bisher noch relativ durchschaubar herausstellt, so sollte man am grundlegenden Können weiterarbeiten und auf dem bisher wackeligen Fundament letztlich vielleicht doch noch zum eigentlichen Sprung kommen.

Wer einen Abstecher in den Underground und seine ungeformten Klänge wagen möchte, der kann dies durchaus mit Haruc einhergehen lassen.

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