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Harlekin: In Disguise

Keine konkurrenzfähige CD
Wertung: 2.5/10
Genre: Punk Rock
Spielzeit: 31:10
Release: 21.10.2005
Label: Firebird

"In Disguise" ist das Debütalbum von Harlekin. Eigentlich soll man ja mit Debütanten umsichtig umgehen, aber was man hier zu hören kriegt, ist - gelinde formuliert - unter aller Sau.

Was bei anderen Bands wie System of a Down oder Rammstein akzeptabel wäre, läutet hier ein eher unterdurchschnittliches Album ein: Eine Gitarrenwand mit anschließender Schlagzeugunterstützung. Es folgt mit "My Realms" ein Song, der irgendwie nicht so wirklich weiß, was er will. Das Lied holpert ohne Ziel einfach so vor sich hin. Dieser Status zieht sich von vorne bis hinten durch das gesamte Album und eigentlich klingt es wie jede andere Dilettanten-Produktion auch: Unfertig, unüberlegt, einfach mal drauf los. Manchmal ist das sympathisch, hier aber nicht. Das Album - obwohl man bei acht Songs vielleicht wohl eher von einer EP sprechen sollte - ist schlecht abgemischt, erscheint größtenteils dumpf und sowieso klingen alle Songs irgendwie gleich. Die ganze CD erscheint wie ein zusammengewürfelter Brei, der nicht schmeckt. Die Instrumente harmonieren nicht miteinander, die Musiker scheinen unkoordiniert ihre Line durchzuziehen, ohne auf eine Stimmigkeit untereinander zu achten. Lediglich einige Gitarrensoli, die auf eine bestimmte Art und Weise an Guns'n'Roses-Gitarrist Slash erinnern, und ein paar gelungene Keyboard-Einsätze lassen für einen Moment in der Tiefe der Songs schwelgen - jedoch nur, bis dann wieder eine undurchdringliche Gitarrenwand erscheint. Die Gitarre ist sowieso das überragende Instrument dieser Platte. Viel zu kurz kommt hierbei jedoch der Bass: Viel zu leise und mit viel zu wenig Druck gespielt. So fragt man sich beim Hören einiger Songs, ob da überhaupt ein Bass vorhanden ist.

Ein weiteres Manko von Harklekin ist der Gesang. Sänger Fizzy versucht anscheinend, irgendjemanden zu imitieren, denn seine natürliche Stimme würde sicher besser passen als dieses teilweise nervtötende Gekreische, das man hier zu Ohren bekommt. Als Gesang kann man das in großen Teilen zumindest nicht bezeichnen.

Einziger Lichtblick dieser CD ist das sechsminütige "Behind the Mask", das genügend Abwechslung bietet und ausnahmsweise auch mal stimmlich überzeugt. Erwähnenswert ist vielleicht noch "Rainy Day", das erinnert mich nämlich am Anfang ein wenig an Robbie Williams' "Advertising Space" - ob das jetzt gut ist oder nicht, sei mal dahingestellt.

Alles in allem ist diese CD als ein Erstlingswerk, das man unter Freunden auf dem Schulhof vertickt, vielleicht geeignet, nicht jedoch als konkurrenzfähige CD, die ernsthaft Ansprüche auf die große Karriere erwarten lassen soll. In ein Genre könnte ich die CD nicht einordnen, aber da in der Promotioninformation was von "Punk Rock" steht, wollen wir das mal glauben, auch wenn Punkrock für mich etwas anderes ist...

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