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Harha: Hauta

Hirsch-Massaker from Hell
Wertung: 1/10
Genre: Hardcore Death Metal-Punk
Spielzeit: 9:34
Release: 22.07.2009
Label: Eigenproduktion

Antti, Antero, Jukka und Jani aus Finnland sind Harha. Genauer gesagt sind sie wohl wenigstens ein bisschen, aber vielleicht auch sogar etwas mehr „Harha“, also „paranoid“ – je nach Engagement in der Band. Mit ein Grund für die Paranoia der Finnen wird wohl „Hauta“ – zu Deutsch das „Grab“ - sein, also ihre so betitelte und darüber hinaus in Eigenregie veröffentlichte Debüt-EP.

Verständlicherweise lassen sich nur wenige Bands gerne in eine bestimmte Genre-Schublade drängen, so gibt die Band ihren Stil der Einfachheit halber schon mal vor: Hardcore Death Metal Punk-From-Hell. Ob „Hell“ nun eine Abkürzung für die Heimatstadt Hyvinkää der Band im schönen Finnland ist, ist mir leider nicht bekannt. Ist aber auch unwichtig, viel wichtiger ist doch die Musik selbst: Mit dem Titelsong „Hauta“ beginnt die nur drei Song starke EP. Nachdem zu Anfang des Liedes scheinbar zunächst zu hören ist, wie ein Schwein geschlachtet wird, dröhnen altbekannte Garagenriffs aus den Boxen, zu denen sich kurz darauf ein arg monotoner Beat gesellt. Die Bassdrum vernimmt man dabei allerdings kaum, diese klingt eher nach einem nervigen Klicken, ganz so, als ob die CD springen würde.

Nach einem sehr abrupten Ende des ersten Songs geht es weiter mit „Saattaja“ – wäre die Digitalanzeige meiner Stereoanlage nicht auf Track Nummer zwei gesprungen, hätte ich den Beginn eines neuen Songs vermutlich nicht realisiert und das Ende des Openers lediglich für eine Pause gehalten. Dementsprechend klingt der Song genauso nervtötend wie sein Vorgänger. Der Sänger brüllt die meiste Zeit ins Mikrophon – von gekonntem Screaming, tiefen Growls, markanten Grunts oder gar Gesang kann hier jedoch nicht die Rede sein, es klingt eigentlich viel mehr danach, als würde man immer und immer wieder einen brunftigen Hirsch mit voller Wucht auf eine Metall-Mülltonne schlagen.

Eine detailliertere Schilderung des letzten Songs „HVNK“ spare ich mir – wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, kann sich sicherlich denken, warum und hat ohnehin schon eine grobe Ahnung, wie der Song klingen wird. Den besten Job der Band macht noch der Bassist – denn den hört man durchweg nicht. Aber das muss nicht am Bassisten liegen, das kann man auch dem amateurhaften Mastering zu verdanken haben – mal sehen, mit welcher Lautstärke er sich später dieses Jahr auf der Mini-Deutschlandtour mit Scarecrow präsentiert.

Natürlich sollte man es nicht scheuen, sich mit einigen Freunden in den Proberaum zu setzen und eine Runde zu jammen, allerdings sollte man eine CD erst dann aufnehmen, wenn man grobe Vorstellungen vom Songwriting hat sowie genügend Geld für ein halbwegs hörbares Mastering. Bewunderswert ist die optimistische Einstellung der Band, wenn man hier noch viel übt, könnte somit später durchaus doch noch etwas Empfehlenswertes entstehen.

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