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Harangue: By The Strength Of The Mighty Atlas

Interessant, aber noch längst nicht voll ausgeschöpft
Wertung: 7/10
Genre: Metal, Hardcore
Spielzeit: 20:50
Release: 21.06.2014
Label: Eigenproduktion

Musik umspannt oftmals Kontinente – da finden sich bei den Kanadiern Harangue doch tatsächlich jede Menge Parallelen zu den Ungarn The Southern Oracle; vergleicht man die beiden aktuellen Platten „[HTH/LTH]“ und „By The Strength Of The Mighty Atlas“ im Geiste miteinander, fallen vor allem die düsteren Songspuren und das verzweifelte Geschrei ins Auge. Wenn man jetzt weiß, wie die Schreiberin dieser Zeilen die Platte der Ungarn bewertet hat, kann man sich in etwa die Begeisterung beim „Mighty Atlas“-Scheibchen ausmalen.

„Scheibchen“ deswegen, weil die Kanadier hier „nur“ eine EP von gerade mal etwas über 20 Minuten Laufzeit fabriziert haben (wie auch schon das Debüt „Battle Not With Monsters“, das mit gerade mal einer Handvoll Songs noch schmaler ausfiel), dafür feuert der Fünfer aber aus allen Rohren. Metal und Hardcore werden hier auf sieben Songs zu einem recht ansehnlichen Brocken zusammengeschmiedet, der neben hysterischen Ausrastern auch – seltenere – ruhige Momente zu vermelden hat, die das Soundgewitter ein wenig auflockern.

Gestartet wird ganz flott mit dem nicht mal zwei Minuten langen „Denmark“, bei dem vor allem die wahnsinnig tighten Drums überzeugen, während Sänger Michael Kopko wie abgestochen losschreit und dem Ohr des gemeinen (Post-)Hardcorehörers schmeichelt. In „The Solidity Of A Ghost“ lassen sich sogar leichte Prog-Ansätze vermuten, das Leadriff kommt sehr blechern durch die Boxen, was in dem Fall aber nur das hektische Treiben unterstützt und keinesfalls Abzüge im Sound nach sich zieht. Zu Besuch ist hier Pretty Mouth-Sänger Lance Marwood, der sich recht ordentlich gegen Kopko behauptet – ebenso beim sehr noisig-massiven „The Engine 2.0“, bei dem Hammerheads-Sänger NJ aushilft; passend ausgesucht, wenn man bedenkt, dass die Combo sich eher in die Sludge-Richtung bewegt.

„A Tale Of Every City“ galoppiert dann mit dem klassischen Hardcore-Schlagzeug drauflos; verbunden mit den fast schon Black-Metal-lastigen Schreien des Sängers entsteht daraus eine recht beklemmende Atmosphäre, die sicherlich live bei gutem Sound noch eine Spur heftiger ausfallen kann.

Über sechs Minuten lang kosten Harangue dann das finale „Familiar Face On A Stranger“ aus, das mit sehr schleppenden, düsteren Gitarren startet und nur sehr langsam in Fahrt kommt. Lediglich das immer variantenreichere Schlagzeug lässt vermuten, dass überhaupt noch ein Zahn zugelegt wird – schließlich werden aber flirrende Gitarren angestimmt, die so genauso gut von Truppen wie Kylesa stammen könnten, während die Vocals nun endgültig ins Schwarzmetallische abdriften. Obwohl der Song in seiner Länge etwas anstrengend ist, wurde hier noch mal eine ganze Schippe mehr Atmosphäre in den Ofen geschüttet, um einen würdigen Abgang zu bieten. Sehr fein!

Harangue sollte man im Auge behalten, wenn man auf die Kombination von Metal und Hardcore an sich und auf noisige Gefilde im Spezielleren steht, obwohl sich auch hier sicherlich nicht jeder Fan des Genannten wohlfühlen wird. Interessante Ansätze gibt es auf „By The Strength Of The Mighty Atlas“ noch und nöcher, ganz ausgegoren wirkt der Sound aber noch nicht.

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