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Hantaoma: Malombra

Irgendwo zwischen Finntroll und In Extremo
Wertung: 7.5/10
Genre: Dark Folk Metal
Spielzeit: 46:26
Release: 01.05.2005
Label: Holy Records

Irgendwo zwischen Finntroll und In Extremo tummelt sich Hantaoma, das Nebenprojekt der Band „Stille Volk“. Ich würde es als Dark Folk Metal beschreiben. Doch weder aus Skandinavien, noch aus deutschen Landen kommt diese Dreiviertelstunde Musik. Hantaoma sind aus dem Süden Frankreichs und singen ihre Lieder auch im eigenen okzitanischen Dialekt. Generell zeigt sich die fünfköpfige Horde sehr heimatverbunden. Es werden Geschichten und Epen aus besagter Gegend besungen und auch traditionelle Instrumente und Melodien werden benutzt.

Den folkigen Teil machen zwischen Schießbude und Soundäxten die Fiddle, Schalmei, Bouzouki und der Dudelsack aus. Auch der Wechsel von hartem, aggressivem Gesang und dem eher hymnisch, treibenden Tieftongesang tragen dazu bei, dass dieses Werk nicht nur eingefleischten Pagan Metallern oder Folk Black Metallern gefallen sollte, sondern auch dem eher softeren Folk Metaller. Nicht so böse wie Finntroll, nicht so folkig wie In Extremo, auch nicht so sauflustig wie Korpiklaani, aber doch mit gesunden Anteilen aller genannten Punkte. Vielleicht auch mit den Nachbarn von Aes Dana vergleichbar, wobei deren Wurzeln doch stark im Black Metal liegen.

Höhepunkt der Platte ist meiner Meinung nach der Song „Para lo Lop“. Der Song geht gleich mit dem Refrain in die Vollen. Die Pfeife dudelt unaufhörlich im Hintergrund eine schöne Melodie. Der wechselnde Gesang regt zum Mitschunkeln an bis dann der Metal-Part beginnt. Schönes Gitarrenschreddern mit treibendem Drumming, welches übrigens durchweg sehr dominierend ist und auch mal die Double Bass auspackt. Dann ein Stück ohne Gesang, wo nur Flöten, Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen – sehr nett. Atmosphärisches Wolfsheulen und ein rituell anmutender, dramatischer Dialog der Sänger beginnt, der aber schnell wieder in den Song übergeht. Und wieder der nette Schunkel-Refrain, ach ist das schön.

Eine weitere interessante Stelle ist Lied Nummer 8, welches wohl eher auf ein Stille Volk-Album gepasst hätte. Akustischer Folk, clean vorgetragen mit zwei Sängern, nonverbalem Refrain, Akustik-Gitarre und Bouzouki und nur ganz entferntem, tiefem Trommeln – wunderschön.

Handgemachte Musik aus Frankreich machen Hantaoma und verschmelzen, wenn auch nicht auf soundmäßig beste Art, die beiden Stile Folk und Metal. Die Blasinstrumente könnten nämlich noch besser abgestimmt werden. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen, die Extreme-Metal-Anteile sind nicht zu überhören. Double Bass-Drumming, tiefergestimmte Gitarren und rotziger Gesang machen bestimmt mit die Hälfte der Platte aus.

Da zeigt es sich mal wieder: Man findet immer wieder kleine Perlen, wenn man nur lang genug sucht. Also flux mal auf der Homepage vorbeischauen und in die Musik reinhören: www.stillevolk.com (unterer Link)

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