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Hannibal: Cyberia

Ein bisschen viel Misch-Masch
Wertung: 5/10
Genre: Modern Metal / Heavy Metal / Industrial Rock
Spielzeit: 52:18
Release: 20.04.2012
Label: Echozone / Soulfood

Die englische Band Hannibal bringt mit „Cyberia“ das zweite Album auf den Markt. Der Vorgänger wurde 2006 veröffentlicht, was darauf hindeutet, dass man sich reichlich Zeit für die Verwirklichung der nun erscheinenden Platte genommen hat. Legt man die Scheibe ein, dann bestätigt sich dieser Eindruck. Ausgefeilte Songs treffen auf interessante Riffs und komplexe Arrangements. Dazu gibt es noch einen sehr vielseitigen Sänger und einen perfekt produzierten Sound. Dann ist ja also alles Bestens, oder? Eben nicht. Wenn man sich den Sound einmal näher anschaut, dann ist hier der Supergau passiert. Die Scheibe klingt so massiv überproduziert, dass man als Metalfan eigentlich gleich wieder ausschalten möchte. Die Produktionen von Bands wie Evanescence oder diverser Ami-Pseudo-Rocker fahren genau die gleiche Schiene. Alles wird schön harmonisiert, weichgespült und möglichst massentauglich gemacht. Sorry, aber hier hat jemand im Tonstudio völlig übertrieben und wollte wahrscheinlich demonstrieren, was er (oder sie) alles kann. Das Ergebnis ist ein (vielleicht sogar gewünschter, wenn man den CD-Titel betrachtet) steriler, keimfreier und künstlicher Sound.

Bei den Songs sieht es deutlich anders aus. Diese sind extrem abwechslungsreich und verspielt, tragen immer wieder wechselnde Stimmungen mit sich und zeigen sich von unvorhersehbaren Wendungen durchzogen. Das ist, zumindest was die einzelnen Songs betrifft, sehr schön. Bezogen auf das ganze Album fehlt aber ziemlich deutlich ein roter Faden, der einen durch die CD führt, vor allem, weil „Cyberia“ ein Konzeptalbum darstellt. Ein Konzeptalbum sollte doch eine kontinuierliche Geschichte darstellen („Tunes Of War“ von Grave Digger ist beispielsweise ein gutes Konzeptalbum). Textlich funktioniert die fließende Geschichte hier schon auch, aber den Liedern merkt man nicht an, dass sie zusammengehören. 

Zusammenfassend kann man sagen: Hier treffen vorzügliche Musiker und ein wunderbarer Sänger auf ein leider etwas zu chaotisches Songwriting und einen Prodzuenten, dem man ab und an einmal auf die Finger hätte klopfen sollen. Die Songs an sich sind gut, variieren sehr stark in Härte, Melodik und Geschwindigkeit. Leider verursachen sie mit den an sich sehr guten Eigenschaften das Gefühl, dass die Scheibe nicht aus einem Guss stammt. Wirklich positiv muss man aber den Frontmann hervorheben. Souverän stellt sich der Sänger sämtlichen Herausforderungen, die ihm auf der Scheibe begegnen. Vom fast schon balladesken Singsang bis hin zum bösartigen Gebell meistert Hannibal jede Situation mit Bravur.

Alle, die auf progressiv angehauchten, nicht zu harten Metal stehen, können hier gerne ein Ohr riskieren. Der Sound ist ja auch immer sehr stark Geschmackssache.

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