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Hammercult: Steelcrusher

Vorsicht Suchtgefahr
Wertung: 9/10
Genre: Death/ Thrash Metal
Spielzeit:
Release: 27.01.2014
Label: Sonic Attack Records

Wer sich mit Hammercult auseinander setzt, der muss so manches Vorurteil über den Jordan werfen, denn wohl nicht alles, was irgendwie mit dem norddeutschen Dorf, wo einmal im Jahr die Metalballermannmeile aufgebaut wird, ist nun wirklich zu verteufeln. Bekannt sein dürfte nämlich, dass die Israelis anno 2011 als Gewinner aus dem Wacken Metal Battle hervorgingen und schon ein Jahr später mit „Anthems Of The Damned“ ein erstklassiges Debüt ablieferten. Erwähnt sei hier auch der Vollständigkeit wegen die „Rise Of The Hammer“-EP, die allerdings komplett auf dem Debütalbum landete.

Und was sich in aller schreddernden Macht so erfolgreich gestaltete, so haben Hammercult keinen triftigen Grund gefunden, vom einstig eingeschlagenen High-Speed-Weg abzubiegen und so etwas wie moderne Weiterentwicklung ins Feld zu führen. Nein, „Steelcrusher“ ballert von der ersten Sekunde an, endet dann nach gut 43 Minuten und hinterlässt einfach diesen Eindruck:  ‚fucking’ kompromisslos.

Dabei verfolgen die Herren nun nicht die reine Thrashlehre, sondern überschreiten so manches Mal eindeutig die Hardcoregrenze und verneigen sich auch ab und zu vor dem Death Metal. Das Tempo ist durchgehend hoch, Hammercult gönnen nur wenige Verschnaufpausen wie z.B. in „Into Hell. Vom Fleck weg gibt es hier einen auf die schon blutige Fresse, und selbst wenn sie mal einen Gang zurückschalten, dann sind es nur die kurzen Sequenzen wie das Auge eines Wirbelsturmes.

Die volle Thrashbreitseite aber liefert schon der Opener und Titeltrack „Steelcrusher“, worin sie auch noch geschickt das epische Thema des Schlachtenintros verbauen und dem Ganzen fette Gangshouts entgegenbrüllen. Überhaupt, die Gangshouts sind omnipräsent und passen wie die Faust aufs Auge, ganz gleich ob beim mit fetter Hardcore/ Punk-Schlagseite ausgestatteten „Burning The Road“ oder dem mit einem Solo aus der Andreas Kisser-Feder (Sepultura) angereicherten „We Are The People“ – was nun nicht wirklich essentiell ins Gewicht fällt.

So muss sich ein Bastard aus alten Assassin und Legion Of The Damned anhören, der sich in der Sick Of It All-Szene austobt, da kommt selbst Vokalakrobat Maurice Swinkels nicht mehr mit. Die Israelis Hammercult haben also wirklich nur eine Marschrichtung, und die heißt einfach immer straight nach vorn, mit dem Kopf durch die meterdicke Wand. „Steelcrusher“ strotzt nur so vor nach vorn preschender Aggressivität, dem Verlangen, mit der Mischung aus ganz viel Thrash hier und wenig Death Metal oder ein bisschen mehr Hardcore dort alles einzureißen. Wichtig dabei aber ist, dass hier nicht „stumpf ist Trumpf“ die Oberhand gewinnt, sondern dass Hammercult immer die richtige Antwort liefern und im ganzen Thrashgewitter auch mit anderen Einflüssen nicht nur punkten können, sondern diese zu einer interessanten Melange verschweißen.

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