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Hämatom: X

Und Coversongs können doch Spaß machen
Wertung: 9/10
Genre: Nu-Metal/ NDH
Spielzeit: 78:45
Release: 17.10.2014
Label: Rookies & Kings

Ein Geburtstagsalbum ist ja keine Seltenheit mehr und auch, dass auf so einer Scheibe Songs zu finden sind, die es so von der Band nicht geben würde, hat man schon mal erlebt. Dass die Scheiben üppiger ausfallen und zu einer Doppel-CD mutieren, kann schon mal vorkommen. Gibt es denn nun überhaupt irgend etwas, dass die neue Hämatom-Platte zu etwas besonderem macht?

Und ob. Hämatom haben nämlich eine ganz besondere Zusammenstellung am Start. Die Doppel-CD bietet stolze 22 Lieder. Zwei davon sind komplett neu („Teufelsweib“ und „Leichen Pflastern unseren Weg“), aber es gibt eben auch einige unerwartete und handfeste Überraschungen. Dazu gehören vor allem die HipHop-Cover, die sich auf der ersten Platte befinden. „Kids“ würde sich in der Ursprungsform wahrscheinlich kaum ein Metaller anhören, aber nachdem Hämatom mit der Umwandlung fertig sind, rockt der Song, als wäre er nie anders erdacht gewesen. Das gleiche gilt für „Bilder im Kopf“.Doch nicht nur HipHop-Nummern wurden neu arrangiert. Auch „Geboren um zu leben“ oder „Vom selben Stern“ wurden überarbeitet. Auch bei den Popsongs haben Hämatom tief in die Trickkiste gegriffen und die Lieder so umgestaltet, dass sie zum Sound der Band passen.

Auf der zweiten Scheibe haben Hämatom sich selbst gefeiert. Neben dem neuen Song gibt es hier Lieder aus dem Backkatalog der Gruppe in neuem Gewand und neu aufgenommen. Vor allem bei den älteren Stücken ist der Unterschied deutlich hörbar und es macht durchaus Spaß, die neuen Versionen zu hören. Natürlich sind hier ein paar ganz besondere Stücke vereint worden. „Eva“, der Kultsong „Leck mich“ oder auch „Ihr kotzt mich an“ sprechen für sich. Man kann sich kaum dagegen wehren, die Anlage kontinuierlich lauter zu stellen. Die Stücke machen richtig viel Spaß und eignen sich hervorragend zum Feiern oder Frust abbauen. Zum Schluss gibt es auch noch eine neue Version von „Totgesagt doch neugeboren“. Recht viel mehr kann man dem Hörer eigentlich nicht bieten.  

Hämatom haben sich zum 10-jährigen Bandbestehen selber ein Geschenk gemacht und jeder kann daran teilhaben. Die Doppel-CD ist aber nicht nur für Fans der Formation interessant, sondern auch für alle, die etwas freier denken als die meisten. Hämatom sind seit jeher in mehrfacher Hinsicht Grenzgänger. Hier beweisen sie mal wieder, dass sie sich vor nichts scheuen und ihnen (fast) alles, was sie anfassen, gelingt. Anhänger der Combo sollten unbedingt zuschlagen, denn diese Platte sollte in keiner Hämatom-Sammlung fehlen.

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