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Gwar: Bloody Pit Of Horror

Ohne visuelle Anreize und Körpersäfte bleibt nur schwache, sinnentleerte Musik übrig, die als Satire verkauft wird
Wertung: 3.5/10
Genre: Thrash Metal Punk Rock
Spielzeit: 37:49
Release: 12.11.2010
Label: AFM

Die Comic-Horrorgestalten von Gwar melden sich mit einem neuen Album zurück. „Bloody Pit Of Horror“ nennt es sich und ist sicher keine Betitelung eines der vielen Redaktionstreffen dieses Magazines. Nein, die Akteure der Band veröffentlichen schon seit über 25 Jahren ihre Musik und das, obwohl sie sich hauptsächlich einen Ruf als Liveband erspielt haben. Und genau dieses Szenario könnte man wohl nicht treffender als einen „Bloody Pit Of Horror“ bezeichnen.

Den Opener übernimmt das in vier Teile gesplittete Titeltrackkonzept. Part eins ist ein lupenreiner Thrasher und hört auf den Namen „Zombies March!“ Es ist wirklich nicht schlecht als Einstieg, wenngleich man hier wohl nur schwer Vergleiche zu anderen Bands ziehen sollte, da man musikalisch auf einer ganz anderen Ebene agiert.

Dieses Horrorszenario wird mit „Come The Carnivore“ weitergeführt. Fast schon im Doomtempo kriecht der Sound aus den Lautsprechern und verbreitet eine gedrückte Stimmung. Ein perfekter Kontrast zum wieder zügigeren „A Gathering Of Ghouls“. Den Abschluss der vierteiligen "Saga", bildet dann „Storm Is Coming“, welches ohne Unterbrechung startet. Es hätte so auch als einzelner Track durchgehen können.

„Tick-Tits“ zeigt, was die Band am besten kann: Thrash mit niedrigsten Instinkten. Aber wer so aussieht, der darf das auch. Musikalisch ist es für Gwar-Verhältnisse wirklich gelungen. Man kann sich gerade kaum vorstellen, wie die Band den Song optisch auf der Bühne präsentieren will, aber die beschwingte Gesangsmelodie ist nicht die schlechteste.

„Beat You To Death“ tritt das Gaspedal wieder deutlich mehr durch. Man hat es musikalisch zwar schon in tausend ähnlichen Variationen gehört, aber man kann dazu bangen.

„You Are My Meat“ beginnt mit ruhiger Akustikgitarre und fast schon einfühlsamen Vocals. Mehr im typischen Metal angesiedelt, rifft sich der Track langsam, aber nicht uninteressant, ins Ohr. Das könnte man sich sogar absolut losgelöst vom Image der Band her einmal anhören. Satire wird groß geschrieben bei den Monstern aus Richmond.

„Hail, Genocide“ rauscht ebenso am Hörer vorbei wie viele Songs der Band. Man lebt mehr von der Provokation und der Show als von musikalischen Inhalten.

Titel wie „KZ Necromancer“ rocken zwar ganz ordentlich, aber mal ganz ehrlich, das hört man sich imagebefreit nicht wirklich häufig an. Und dennoch muss man sagen, dass dieser Song zu den Höhepunkten des Albums gehört, weil die Verse so schön einpeitschend dargeboten werden.

„The Litany Of The Slain“ kann als Einschlaflied genutzt werden, so langweilig ist das Stück geraten. Das macht wirklich keinen Spaß. „Sick And Twisted“ beginnt recht mechanisch und ein wenig abgespaced. Es ist kein weiterer Song, der eine extra Erwähnung rechtfertigt, aber darum geht es wohl eh weniger. Zumindest der Refrain kann den Hörer aus der zuvor geschaffenen Lethargie schubsen.

Fazit: Musikalisch ist das Album auf unterem Niveau, textlich jenseits von Gut und Böse. Gut ist, dass man das Ganze als Satire ausgibt, denn nur so kann es für das Ganze eine Daseinsberechtigung geben. Unvorstellbar ist, dass es viele Käufer dieser Scheibe geben wird, die sich die Musik regelmäßig zu Gemüte führen, denn das ist hier wirklich eher Trash als Thrash. Wer auf comichafte, übertriebene Kostüme, Blut, Eiter, Sperma und Urin steht, muss eh in den „Bloody Pit Of Horror“ bei einem Livekonzert gehe. Und das ist auch schon das Aufregendste, was die Band zu bieten hat.

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