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Guns Of Moropolis: Heavy Metal Killed Your Mama

Rockabilly meets Metal
Wertung: 8/10
Genre: Metal / Rockabilly
Spielzeit: 40:35
Release: 22.02.2013
Label: Recent Records / Alive

Nun ist es also soweit. Das Trio Guns Of Moropolis bringt mit „Heavy Metal Killed Your Mama“ das zweite Langeisen unter das Volk. „Heavy Metal Killed Your Mama“ heißt das gute Stück und wie für die Band üblich gibt es eine abenteuerliche Geschichte zur Entstehung des Silberlings. Diese ist aber so an den Haaren herbeigezogen, dass sie hier nicht näher erwähnt werden soll. Nur so viel: Die Band tötet durch Heavy Metal eine Königin und ruft ihrem flüchtenden Sohn den Satz „Heavy Metal Killed Your Mama“ hinterher. So viel zur Geschichte.

Wenden wir uns der Musik zu. Wer darauf gewartet hat, dass die Guns sich neu erfinden, der hat umsonst gewartet. Ob es aber so jemanden überhaupt gibt? „Heavy Metal Killed Your Mama“ enthält die logische Fortsetzung von „In Dynamite We Trust“. War der Vorgänger noch eher an Volbeat angelehnt, so präsentiert sich die Gruppe inzwischen wesentlich eigenständiger. Die Melodien klingen mehr Retro und weniger angelehnt an irgendwelche andere Bands. Die Songs sind abwechslungsreich und vielschichtig gestaltet. Trotzdem lassen sich immer wieder Parallelen ziehen. „Cigaro Fantastico“ klingt nämlich zum Beispiel stark nach den dänischen Genrepionieren. Doch auch das krasse Gegenteil gibt es auf der Platte zu finden. „Under The Sun“ zum Beispiel ist eine sehr eigenständige und heftig rockende Nummer geworden. Der darauf folgende „Heartless Blues“ ist dann sehr klassisch angelehnt. Die Nummer passt gut zu dem Trio und geht auch schnell und direkt in die Beine. Man kann sich der Rhythmik nur sehr schwer erwehren. Das gleiche gilt für die meisten Songs auf der Platte. Besonders „Insert Love“ und „Prisoner Of War“ glänzen durch direktes Ansprechen des Bewegungsapparates der Zuhörer.  

Der Sound ist eine zweigleisige Sache. Zwar wurde es tunlichst vermieden, den Silberling in irgendeiner Form überzuproduzieren, aber die Kehrseite der Medaille zeigt kleinere Schwächen in der Klarheit. Ob diese der absichtlich roheren (und zur Musik der Band passenden) Produktion geschuldet sind oder sonst wie entstanden sind, kann hier nicht geklärt werden. Tatsächlich könnten einige Lieder mehr Raum vertragen. Vor allem das akustische „Nunc Est Bibendum“ leidet unter den zu wenig ausgeprägten Höhen.

Insgesamt betrachtet bietet „Heavy Metal Killed Your Mama“ jede Menge Potential für beschwingten Musikgenuss. Für Partys oder auch zum Heimgebrauch ist die Scheibe auch geeignet, solange man als Zuhörer nicht die höchsten Ansprüche an die Texte stellt. Zum Partymachen und zu ein paar gepflegten Bierchen kann man das Teil wärmstens empfehlen. Die Guns Of Moropolis haben mit ihrem zweiten Album bewiesen, dass sie in der Lage sind, fesselnde Songs zu komponieren und diese auch wunderbar auf eine silberne Scheibe pressen zu können.

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