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Gulfer: Dog Bless

Eher was für den kleinen Hunger zwischendurch
Wertung: 7/10
Genre: Mathrock, Punk, Emo
Spielzeit: 29:40
Release: 02.03.2018
Label: Big Scary Monsters

Die Frankokanadier Gulfer scheinen so einiges auf die Reihe zu bekommen, was erstmal schräg und nicht machbar klingt. Beispielsweise sind die vier Herren bereits durch Japan, Europa und die USA getourt – und das, ohne dass auch nur einer von ihnen einen Führerschein besitzen würde. Außerdem feiert das Quartett die beinah auszuschließende Verbindung aus Mathrock, Punk und Emo – „verfrickelt“ ist wahrscheinlich eines der Wörter, die in beinah jedem Review zum Sound der Band fallen dürfte.

Das ändert sich auch auf dem neuen Album „Dog Bless“ nicht, das man durchaus als ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber für die oben beschriebene Kombination als ungewöhnlich sonnig klingend beschreiben könnte. Denn obwohl die Vocals, die hier durch drei geteilt werden, auch mal Richtung Ausraster tendieren, möchte man bei den größtenteils perlig-schwurbeligen Hintergrundklängen einfach alle Fenster aufreißen und die Sonne reinlassen.

Vorneweg gab es mit „Baseball“ und „Fader“ bereits zwei Songs für Interessierte zu hören, letzteres zwar mit einem etwas unnützen Intro ausgestattet, dafür mit der Leichtigkeit einer Collegepunkband und dem technischen Knowhow einer Mathrocktruppe ausgestattet; „Baseball“ dafür mit einem wahrhaftig ohrwurmigen Einstieg, der fast schon tanzbar gerät.

Gulfer haben schon auf der Tracklist versucht, ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen, indem die Songs in handliche Dreierpack-Häppchen aufgeteilt wurden – Trenner sind die drei Instrumentalintermezzi „Blessed Pt. 1“, „Blessed Pt. 2“ und „Blessed Pt. 3“. Gestartet wird aber mit dem dynamischen „Secret Stuff“, bei dem man sich an die anfänglichen eingestreuten Schreie des Sängers erst mal gewöhnen muss, die aber schon nach kurzer Zeit einen speziellen Charme entwickeln.

„Judy Froster“ ist dann so ein Track, der für Gulfer-Verhältnisse eigentlich recht typisch mit viel Gefrickel und Melodie-Herumgespringe beginnt, wie kaum ein zweiter die Spielfreude der Band einfängt und dann sogar nach gerade mal anderthalb Minuten in eine punkige „We got annoyed by everyone“-Schimpftirade mündet, die man sich in Dauerschleife anhören möchte.

Insgesamt herrscht auf „Dog Bless“ (einen Bonuspunkt gibt‘s im Geiste für diesen herrlichen Titel) trotz viel Experimentierfreudigkeit aber zumindest was viele Instrumentalparts angeht eine merkwürdige Gleichförmigkeit, die es auch nach mehreren Durchläufen zum Teil schwierig macht, allein schon die Intros der Songs voneinander zu unterscheiden. Nichtsdestotrotz ist „Dog Bless“ ein ziemlich buntes Album, das über weite Strecken Spaß macht, das vielleicht aber in kleineren Dosen genossen werden sollte.

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