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Guahaihoque: The Return Of The Ancient Gods

Inka Metal ?
Wertung: 6/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 31:41
Release: 26.08.2007
Label: XUE Productions

Im Pagan Metal Genre ist es mittlerweile schwer geworden, eigene Akzente zu setzen. Es gibt einfach zu viele Bands, die sich augenscheinlich an den Platzhirschen Finntroll, Ensiferum und Co. orientieren. Guahaihoque aus Kolumbien versuchen mit „The Return Of The Ancient Gods“ auf eine ganze eigenen Art und Weise ihre Nische im eng umkämpften Feld zu besetzen.

Das Zauberwort bzw. die Zauberwörter lauten hierbei „Ancient American Ritual Music“, die man mit Metal verbinden will. Die Panflöten des Openers „Revelations“ zeigen sofort, wie sich die Band diese Mischung vorstellt. Und wirklich: Nachdem man die Berührungsängste überwunden hat, muss man zugeben, dass die Art von Folk gut mit verstromten Gitarren harmoniert. Das Problem an der Sache ist nur, dass die Musik, abgesehen von ihrem Exoten-Bonus, an sich rein gar nichts außergewöhnliches bietet. Oft gehörte Riffs bilden das Fundament und sind wohl auch wegen ihres austauschbaren Charakters bei der Produktion in den Hintergrund gemischt worden.

„Elder Evocations“ ist wesentlich innovativer, weil man sich mehr auf die Musik der Inka, Azteken und anderen Völkern besinnt. Das ganze ist zwar nur ein längeres Instrumental, punktet aber mit einer tollen Atmosphäre, die den nächsten Song „Monminie“ leider nicht übersteht. Die E-Gitarren drücken den Song abermals hinab ins Mittelmaß.

Um es kurz zu machen: Der Rest der Platte läuft nach dem gleichen Schema ab. „Thy Eternal Golden Dawn“ bietet bis auf die Panflöten (die auch allmählich nichts besonderes mehr darstellen) nur x-fach Gehörtes und „Woods Whispering“ ist abermals ein schönes instrumental gehaltenes Lied. Lediglich der schon im Jahr 2005 aufgenommene letzte Song „Along A Path“ ist eine einigermaßen gelungene Mischung aus Metal und der Musik Südamerikas. Vielleicht sollte die Band sich in Zukunft mehr auf Midtempo verlegen, denn das scheint ihr mehr zu liegen und auch den prinzipiell kreativen Einflüssen mehr Raum zur Entfaltung zu geben.

Fazit: Nur ein gutes Lied (das zudem schon drei Jahre älter als der Rest des Albums ist) und zwei schöne Instrumentals rechtfertigen keine hohe Wertung. Das Anliegen von Guahaihoque (nein, ich weiß nicht, wie man das genau ausspricht) mag lobenswert sein, an der adäquaten Umsetzung scheitern sie aber.

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