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Gruesome Stuff Relish: Sempiternal Death Grind

Kommen über den leisen Geheimtipp-Status nicht hinaus
Wertung: 6,5/10
Genre: Death Metal / Grindcore
Spielzeit: 37:09
Release: 14.02.2013
Label: FDA Rekotz

Hinten anreihen ist eine Eigenschaft, die sich Gruesome Stuff Relish in den letzten Jahren mehr oder minder unfreiwillig zu Eigen gemacht haben. Denn so sehr sich die Band auch abrackerte und versuchte, in der Szene Fuß zu fassen, so intensiv war schließlich auch immer die Enttäuschung, am Ende doch in der zweiten Reihe der internationalen Grind-Szene zu stehen. Ob sich dieser Umstand mit dem Release der neuen Scheibe "Sempiternal Death Grind" ändern wird, ist fraglich, auch wenn die Band nach mehr als einer Dekade sicherlich weiß, wie man das Ganze richtig anpackt. Und richtig heißt in diesem Fall, dass man sich weiterhin fleißig bei Carcass bedient, deren Grooves adaptiert, hin und wieder auch mal zur Attacke bläst, aber anscheinend nie so recht daran interessiert ist, das Material mit eigenen Zutaten zu würzen. Und genau dies sollte auch bei "Sempiternal Death Grind" wieder dazu führen, dass Gruesome Stuff Relish über den leisen Geheimtipp-Status nicht hinauskommen werden.

Allerdings kann man den Spaniern heuer bescheinigen, nicht zweitklassig aufzutreten. Die Probleme bestehen einzig und alleine in der fehlenden Originalität und dem eklatanten Mangel an fortschrittlichen Ideen. Scheinbar wähnen die Herren sich nach wie vor in den frühen Neunzigern und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit nichts anderem als den ersten drei Carcass-Alben - so lässt es die neue Scheibe jedenfalls durchweg vermuten. Einzelne Ausreißer wie das von einem schaurigen Horror-Flair durchsetzte "Gruesome Stuff Relish" oder das etwas forscher drückende "Desecrated" sind daher das Salz in der ansonsten nicht sonderlich pikanten Suppe, leider aber eben Einzelstücke auf einem gutklassigen, aber niemals herausragenden Grind-Release.

Von daher sind es zwei Aspekte, die den Fan bei "Sempiternal Death Grind" beschäftigen müssen: Einerseits sind die Iberer eine Truppe, bei denen Verlässlichkeit groß geschrieben wird und die Liebhaber des urwüchsigen britischen Midtempo-Grinds niemals verprellen werden. Andererseits ist die Scheibe ein weiterer Beweis für den kreativen Stillstand, den man mit dieser Band ebenfalls seit längerer Zeit verbindet. Das neue Album ist kein schlechtes und rangiert auch über dem Durchschnitt, jedoch fehlt es schlicht und einfach am Mut, an den eingeschweißten Schemata etwas zu verändern, um die Band möglicherweise doch noch weiter nach vorne zu bringen. Dementsprechend zwiegespalten darf die Zielgruppe dieses Album auch aufnehmen. Aus der Perspektive, dass man weiß, was serviert wird, wird man blind zugreifen können. Will man jedoch auch mal wieder frisches Hackfleisch verspeisen, werden Gruesome Stuff Relish auch diesmal nicht den Appetit anregen. Vor dem Hintergrund jedoch, dass die Szene derart nicht gerade dekadent mit neuen Releases protzt, gibt es aber sicherlich Argumente, die für "Sempiternal Death Grind" sprechen. Doch es fragt sich, ob dies die entscheidenden sind

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