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Grünt Grünt Vs. [P.U.T.]: Split

Ein-Minuten-Grind Vs. Groove Sludge
Wertung: 8/10
Genre: Grindcore, Sluge, Noise
Spielzeit: 26:34
Release: 18.02.2015
Label: Pogo Records

Split-CDs sind eine gute Variante, sich zwei Bands zum Preis von einer ins Haus zu holen. Besonders schön ist es dann natürlich, wenn die beiden Bands in eine ähnliche musikalische Richtung tendieren und sich doch soweit unterscheiden, dass man sie gut auseinander halten kann.

Vorliegende Scheibe der beiden französischen Bands Grünt Grünt und [P.U.T.] ist eine solche, denn obwohl beide Bands sich in Richtung Grindcore ganz wohl zu fühlen scheinen, liegen doch Welten zwischen den Combos. Erste gibt sich mit Informationen im Internet eher bedeckt – gleichzeitig lässt sich über [P.U.T.] herausfinden, dass seit der Gründung 1998 eine schier unendliche Zahl an Line-Up-Wechseln vorgenommen wurde, die Truppe mit Drummachines arbeitet und sich als „Duet Sludge Punk Noise“ klassifiziert. Ein Blick auf die Tracklist verrät weiterhin: Von den sechs Grünt Grünt-Tracks poltern sage und schreibe fünf Songs unter der Eine-Minuten-Marke dahin, lediglich der sechste Track (allesamt unbetitelt, bzw. mit den Zahlen 01 bis 06 versehen) hat „Normalmaß“ und kommt über vier Minuten. Grindcore in Reinform also, wenn man so will, dabei fällt gerade der lange Track durch leicht schwarzmetallische Referenzen sowohl im Instrumentalteil als auch beim Geschrei auf.

Mit dem Track wird in jedem Fall eine gute Brücke geschlagen zum zweiten Teil der CD – [P.U.T.] haben zwar „nur“ vier Songs, um sich auszutoben, allein bei der Laufzeit können sie sich aber über die Mehrheit freuen. Das Trio liefert einen düsteren, recht rohen Sound ab, der mit „With The Evil“ noch verhältnismäßig unspektakulär mit verzerrt vor sich hin surrenden Gitarren startet und erstmal nicht über Soundcheck-Niveau hinauskommt, bevor sich plötzlich das Schlagzeug einschaltet und die beiden Sänger im Wechsel flüsternd die Stimmung Richtung Grabkammer tragen. „Fear“, eingeleitet vom allseits beliebten Fliegeralarm, legt dann schon wesentlich mehr Wert auf Bewegung, ein leicht monotoner Rhythmus erinnert dann ein bisschen an Dark Electro, die Gitarren bewegen sich in schön tiefen Gefilden, während die Vocals immer mal wieder durchscheinen, aber selten in den Vordergrund drängen.

Überhaupt grooven [P.U.T.] ganz ordentlich und bieten so ein schönes Kontrastprogramm zu ihren vorangestellten Landsmännern. „Under Most Darkest Seas“ wird dann zum wahren Tanzfinale, live sollten sich hier die Massen bewegen, wo man doch beim bloßen Anhören in der heimischen Anlage die Füße schon nicht stillhalten kann. Nach dem doch recht klassischen Grindcore-Start mit Grünt Grünt überrascht es umso mehr, wie vielschichtig die Kollegen sich zeigen. Damit sind [P.U.T.] definitiv die Sieger bei diesem allein schon Laufzeit-technisch ungleichen Split – Fans der angegebenen Stile sollten aber in beide Teile der Scheibe unbedingt mal reinhören.

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