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Gravity Rail: On The Run

Ein erstes Lebenszeichen, welches Beachtung finden sollte
Wertung: 9/10
Genre: Rock
Spielzeit:
Release: 16.05.2009
Label:

Die Band Gravity Rail dürfte wahrscheinlich den wenigsten von euch etwas sagen. Die Bochumer Combo hat im Mai diesen Jahres ihre erste Demo-EP auf den Markt geworfen und dadurch auch einen Slot auf dem diesjährigen Metal for Mercy-Festival erhaschen können. Dies zwar auf der kleinen Bühne, aber schon auf der Co-Headliner Position. Und was soll ich sagen, sie waren für mich das Highlight des ersten Festival-Tages. Klar, dass man da Kontakt aufnimmt. Schwupps landete auch eine Promo in der Tasche, die es nun endlich zu besprechen gilt.

„Wreckage“ beginnt unheilvoll an der Küste mit Glockenschlägen, bevor die Gitarre schön kräftig ihre Vormachtsstellung erklimmt. Mit unheimlich Groove wird hier nicht nur zum Headbangen aufgefordert, man wird quasi dazu gezwungen. Das ist schöner, alter Heavy Rock, wie ihn auch die ganz großen Bands früher gespielt haben, es verbietet sich allerdings, hier Namen zu nennen, denn die fünf Bochumer agieren sehr eigenständig. Der Schädel fliegt speziell beim genialen Refrain kräftig vor und zurück. Sehr starke Nummer, die auch schon beim Benefizfestival den Weg in mein Gedächtniszentrum gefunden hat und sich da immer noch beharrlich festkrallt. Sehr stark!

„Gettin`Sicker“ verschärft ein wenig das Tempo und sorgt für zügigeres Headbangerfeeling. So sprühend vor Spielfreude haben AC/DC, Def Leppard und Konsorten auch mal angefangen. Mist, ich wollte doch keine Namen nennen, um euch im Endeffekt dann in die falsche Richtung zu irritieren. Hier rockt es aus jedem Ton und die Band hat richtig Spaß in den Backen. 

Mit deutlich mehr düsterem Charme startet „All These Years“ etwas verhalten und mit einigem Blues in den Venen. Für die meisten jungen Bands ein absolutes KO, aber wie Gravity Rail das hier meistern, ist schon klasse, man streift den Blues aber mehr, als dass man ihn sich hingibt. Ich muss zwar zugeben, dass mir der Song letztendlich weniger gefällt, da der Uptempo-Part ein wenig zu rau klingt und sich nur bedingt in den Song einfügen will. Trotzdem schön zu sehen, dass es die Band auch mal krachen lassen kann. Das gelungene Gitarrensolo entschädigt da schon etwas. Schade, dass die tadellose Sechssaiterfraktion, bestehend aus Timo und Dominik, inzwischen auseinander gebrochen ist.

„Underworld“ beginnt wieder ein wenig bluesverspielt, bevor es mit kräftigem Groove treibend weitergeht. Timo brilliert wieder mit seiner Stimme. Jost setzt mit seinem Drumming das tadellose Grundgerüst für den Song, auf dem die Gitarren und der Gesang dann die Führungsarbeit übernehmen. Nicht zu vergessen ist natürlich Marlon, welcher mit seinem Bassspiel für zusätzlichen Groove sorgt. Und das im für die Band schon angezogenem Tempo. Das macht Spaß und schreit nach Party.

„Lover`s Field“ hört sich vom Titel her ja eher nach einer schmusigen Ballade an. Das wird aber nicht wirklich dem Song gerecht. Zwar bewegt man sich hier bedächtiger, aber trotzdem rockt der Song zu stark, als dass man zum Schmusen verführt wird. Gute Nummer, die zum Ende hin auch noch einmal ein wenig aufdreht. Da vergehen die knapp sieben Minuten des längsten Songs dieser EP fast wie im Fluge.

Fazit: Ein tolles Debüt der Bochumer, welches mit „Wreckage“ sogar einen echten Heavy-Ohrwurm hat. Hoffentlich verkraftet man den Ausstieg des Gitarristen und zockt auf diesem sehr ungewöhnlich hohem Niveau weiter. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Karriere der Band weiter geht und kann euch auch nur empfehlen, die Gruppe mal live anzutesten, denn auch auf der kleinen Studiobühne zeigte sich, dass sie auch live für richtig  Stimmung sorgen.

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