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Grave Robber: Be Afraid

Vor „Be Afraid“ muss man keine Angst haben.
Wertung: 9/10
Genre: Schock-Rock, Hard Rock
Spielzeit: 40:11
Release: 11.07.2008
Label: Retroactive Records

Auch wenn es durch das Cover den Anschein haben mag, sind Grave Robber keine Horror Death Metal-Combo. Zwar stimmt das mit dem Horror, was die vier Amerikaner hier auf „Be Afraid“ fabrizieren, aber musikalisch lässt sich das dann doch eher in Richtung Hard Rock mit Einflüssen von Metal und Punk darstellen. Kleidungstechnisch erinnert die Band an die finnischen Monster von Lordi, musikalisch schlagen sie eher die Richtung von The Misfits, Gwar oder Alice Cooper ein.

Schon der Opener „The Exorcist“ lässt eine sehr dunkle, geheimnisvolle Stimmung aufkommen. Man hört eine verzerrte Stimme, wo man im ersten Moment an ein Monster denken mag und das Ganze mit Streichern hinterlegt. Es gibt noch einen weiteren instrumentalen Song auf dem Album: „Golgotha“. Es beginnt mit den Drums und klirrenden Geräuschen, im Hintergrund mag man eine aufgebrachte Menschenmenge auszumachen und das Grollen eines Monsters oder Zombies.

Im Allgemeinen legen Grave Robber mit ihren Songs ein ungemeines Tempo vor, was jeden erst mal staunen lässt. Es beginnt mit dem Titel „Skeletons“, der kräftig rockend und treibend daherkommt. Die Stimme von Sänger Wreched ist klar, aber dennoch sehr wandelbar, erscheint sie doch manchmal sehr rau. Der Mitsingfaktor ist bei vielen Tracks gegeben. So laden Titel wie „Burn Witch, Burn“, „Bloodbath“, Rigor Mortis“, „Screams Of The Voiceless“, Reanimator“ oder „Dark Angel“ nur so dazu ein. Dies wird vor allem durch diverse "Whoa, oh, oh"-Passagen ermöglicht, aber auch die meist sehr eingängigen Refrains hindern einen nicht am Mitsingen.

Bei „I Wanna Kill You Over And Over Again“ hat man im ersten Moment das Gefühl, nicht der übliche Frontman, sondern Elvis höchstpersönlich stehe am Mikrofon, so ähnlich klingen sich beide Stimmen.

Zum Thema Horror: Die Band benutzt gerne Hintergrundgeräusche um einen Song zu beginnen oder enden zu lassen. So bekommt man öfters mal einen Frauenschrei, Babyschreie oder Weinen, Menschenmengen, Grollen, Klopfen an eine massive Tür oder andere Geräusche, die in jedem alten Horrorfilm vertreten sind, zu Gehör.

Das durchgehend sehr hohe Tempo wird nur bei wenigen Tracks wie „Rigor Mortis“ oder „Screams Of The Voiceless“ vermindert, welche jedoch noch nicht als mid-tempo Nummern verzeichnet werden können. Zusätzlich bekommt man noch eine moderne Remix-Version von „Rigor Mortis“ mitgeliefert.

Fazit: Vor „Be Afraid“ muss man keine Angst haben. Ein wirklich guter Longplayer, der vor allem eins bringt: Spaß, Rock ’n’ Roll, Partylaune und viel Witz. Die Texte sind sehr sarkastisch, die Musik strotzt vor Spielfreude und Horroranleihen. Grave Robber bieten hier ein Album auf, das auf keiner nächtlichen Party fehlen sollte und das live einfach nur genial sein muss.

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