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Grave: Dominion VIII

Death Metal Fans der alten Schule können frohlocken
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:12
Release: 23.05.2008
Label: Regain Records

Die Schweden Deather von Grave hatten es bei mir bisher nicht leicht. Während ich Dismember und Unleashed bereits bereits zu den Debutalben “Like An Everflowing Stream” bzw. „Where No Life Dwells“ kennen lernen durfte (waren das Zeiten), lernte ich die Jungs um Ola Lindgren erst zu ihrem Drittwerk „Soulless“ kennen, wobei man sich hier weniger old-schoolig, aber dafür deutlich grooviger zeigte.

Mit der Musik der beiden Frühwerke „Into the Grave“ und „You´ll never see…“ wurde ich erst später vertraut. Deswegen hatten Grave für mich nie die gleiche Bedeutung wie Dismember oder eben Unleashed.

Das 1996er Album „Hating Life“ konnte mich gar nicht so recht begeistern und als die Schweden dann bis zum neuen Jahrtausend eine Zwangspause einlegten, interessierte mich das auch nicht wirklich sehr. Mit „Back From The Dead“ meldete man sich wieder zurück und spätestens bei "Fiendish Regression" habe auch ich wieder Interesse an Grave gefunden, auch wenn man mit „As Raptures Comes“ wieder einen Schritt nach hinten ging.

Doch mit „Dominion VIII“ scheint man verloren gegangenen Boden wieder wettmachen zu wollen, denn hier präsentieren sich Grave old schoolig as Fuck! Man könnte meinen, zwischen „Into The Grave“ und „You´ll Never See“ sei noch ein Album aufgenommen worden, das man nun aus den Archiven gekramt und veröffentlicht hatte.

Scheinbar hat die „Masters Of Death“ Tour zusammen mit Unleashed, Entombed und Dismember bei Ola und seinen Mannen einen Nostalgie Flash verursacht. Anders ist es zumindest nicht zu erklären, wie man es schafft, dermaßen authentisches Old School Material zu komponieren, das sich aber nicht selbst kopiert. Soll heißen: Grave klingen nach wie vor nach Grave, haben es aber darüber hinaus nicht nötig, alte Ideen aufzugreifen oder auf B-Ware zurückzugreifen.

Naja ok,… ob „Dominion VIII“ sich neben den Frühwerken wirklich einreihen kann, entscheidet letztendlich die Zeit, denn die anfängliche Euphorie lässt so manchen zu Jubelarien hinreißen, aber Fakt ist, dass die Schweden hier ein herausragendes Old School Death Metal Album eingeknüppelt haben, das nicht nur schön analog aufgenommen wurde (sprich: No triggered Drums! – Dismember lassen grüßen), sondern auch die Riffs erfrischend nach Anfang der 90er klingen.

Naja, wenn man mal ehrlich ist, klingt zwar nicht jedes Riff wie die Offenbarung, aber im Schnitt hat jeder Song mindestens das Level gut erreicht. Und wenn mal doch ein eintöniges Riff durchschimmert, wird es durch den enormen Abwechslungsreichtum wieder wett gemacht, denn eins gibt es hier nicht: Gleichbleibende Strukturen.

Death Metal Fans der alten Schule können frohlocken, denn Grave haben hier ein Album eingezimmert, das Anhängern der ersten beiden Alben Freudentränen in die Augen treiben wird.

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