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Grantig: So Muss Es Sein

Brachial und gut, kompositorisch dennoch ausbaufähig
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Rock
Spielzeit: 42:30
Release: 01.02.2008
Label: Drakkar Records

Grantig verfolgen auf ihrem offiziellen Debütwerk "So muss es sein" einen recht interessanten Ansatz. Die zentrale Frage dieses Albums lautet nämlich: Wie vereinbart man die deutsche Sprache mit der Brachialität protziger, moderner Metal-Grooves, ohne dabei in die klischeebeladene Core-Szene zu verfallen?

Den grantigen Jungs aus der Region um den Weißwurstäquator ist die Antwort mitunter recht anständig gelungen, wenngleich die erhoffte Innovation abseits des deutschen Gesangs nirgendwo so recht zu entdecken ist. Im Grunde genommen verknüpft das Quartett nämlich lediglich den Basisgedanken des ursprünglichen Metalcore-Sounds mit der Lässigkeit des modernen Heavy-Rocks. Oder mit anderen Worten: Würden Pro-Pain, Black Label Society und Pantera ihre Alben untereinander mischen und ins Deutsche übersetzen, könnte das Ganze in etwa so klingen wie dieses Erstlingswerk.

Während kompositorische Innovation also nicht der Leitgedanke des Albums ist, punkten die vier Grantler mit richtig fetter, wuchtiger Rhythmusarbeit und monströsen Gitarrenwänden. Die Songs sind energiereich und kommen präzise auf den Punkt, so dass trotz mangelnder Vielfalt jeglicher Langatmigkeit vorgebeugt wurde. Im mittleren Part wäre ein wenig Abwechslung zwar sicherlich wünschenswert gewesen, da man hier schematisch nur gering voneinander abweicht, doch spätestens in temporeichen Songs wie "Leichtsinn" und "Der Fremde" ist dieses kleine Manko alsbald wieder behoben.

Nichtsdestotrotz wird die Band noch hart an sich arbeiten müssen, um den gehobenen Standards der modernen Metal-Szene dauerhaft gerecht werden zu können. Die guten Ansätze sind auf "So muss es sein" schon weitestgehend überzeugend umgesetzt, aber unter forschrittlichen Aspekten - und die sind bei derartigen Releases nun mal auf lange Sicht gefragt - ist die Arbeit der vier Bajuwaren definitiv noch ausbaufähig.

Fazit: Harren wir also der Dinge, die uns von Grantig künftig noch erwarten. Für's Erste ist das Debütwerk des Quartetts schon einmal ganz ordentlich gelungen!

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