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Grand Magus: Iron Will

Vielleicht die Überraschung 2008!
Wertung: 9.5/10
Genre: Doom/ Heavy Metal
Spielzeit: 41:24
Release: 13.06.2008
Label: Rise Above Records

Manchmal stößt man auf Platten, die einen völlig aus dem Nichts komplett umhauen. Vor ein paar Monaten war es in meinem Fall mal wieder soweit – die Doom Metaller von Grand Magus veröffentlichten mit „Iron Will“ einen der stärksten Longplayer des Jahres. Im Vergleich zu vorherigen Veröffentlichungen verfeinerte die Band um Janne „JB“ Christoffersson, der seine wohlklingende Stimme auch bei den Spiritual Beggars ertönen lässt, ihren Doom/ Stoner Metal mit etlichen Einflüssen aus dem klassischen Heavy Metal Lager und erinnert dabei häufig an die Black Sabbath Klassiker mit Ronnie James Dio als Sänger.

„Iron Will“ ist gleichzeitig klassisch und modern, ist old school ohne Ende, aber niemals verstaubt. Schon gleich der Opener „Like The Oar Strikes The Water“ ist ein Ohrenschmeichler erster Güte. Hier wird einfach drauflos gerockt, der Bass „knarzt“ als ob Lemmy persönlich ihn spielen würde, kein Instrument drängt sich künstlich in der Vordergrund und über allem thront der majestätische Gesang von „JB“. Ein wenig kommerzieller sind sie geworden und das steht der Band verdammt gut zu Gesicht.

Es verbietet sich eigentlich weitere Songs hervorzuheben, denn es gibt einfach keinen Ausfall auf „Iron Will“. Vorausgesetzt natürlich, dass man ein Herz für die klassischen Momente des Doom- und Heavy Metal, verfeinert mit einer Prise Hard Rock, hat und auch mal auf Hochgeschwindigkeitsorgien verzichten kann. Klar, neu erfunden wird hier rein gar nichts, aber der hörbare Enthusiasmus mit dem Grand Magus zu Werke gehen macht das alles wieder wett. Und überhaupt: Bevor sich der Kopf zu sehr ins Analysieren versteifen kann, wippt der Fuß doch schon längst beim unwiderstehlichen Groove des Titeltracks oder von „Silver Into Steel“ mit, die Hände spielen Luftgitarre bei „The Shadow Knows“ (denkt noch jemand beim Eröffnungsriff an „Blackout“ von den Scorpions?) und der Mund gröhlt den Chorus von „I Am The North“. Bei all dieser Klasse geht lediglich „Self-Deceiver“ als verzichtbar über die Ziellinie.

Im Prinzip ist alles gesagt, „Iron Will“ ist eine der Überraschungen des Jahres, die mir immer wieder bestätigen, die richtige Musik zu hören. Lasst uns nur hoffen, dass die „persönlichen Probleme“ die zur Absage der Tour geführt haben, nicht gravierend sind und aus der Welt geschafft werden können.

Ach ja: Platte kaufen, aber ein bisschen plötzlich!

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