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Grailknights: Live At The Gates Of Grailham City

Kurzweiliges Superhelden-Metal-Programm
Wertung: 9.5/10
Genre: Superhelden-Metal
Spielzeit: 91:01
Release: 17.12.2010
Label: Grailknights

Endlich, muss man sagen, endlich ist sie fertig: Die Live-DVD der vier Superhelden aus Grailham City. Bei der Verzögerung hatte sicherlich der Bösewicht Dr. Skull seine gichtigen Finger im Spiel, aber auch diese Prüfung haben die tapferen Krieger, die sich ansonsten lieber wieder den heiligen Gral krallen, für sich entscheiden können. So konnte kurz vor dem Feste des Überflusses doch noch ein sinnvolles Päckchen auf den Gabentisch wandern.

Am 20. März 2010 fand eine der bedeutendsten Schlachten der tapferen Superhelden statt, denn der miese Dr. Skull hatte sich mit seinem zotteligen Kumpanen Morph The Swarf zum wiederholten Male des heiligen Grals bemächtigt und drohte damit, die Herrschaft der Welt und auch die Macht über den Battlechoir zu erlangen. Dass dieser aber aus 500 furchtlosen Kriegerinnen und Kriegern bestand und dadurch das Schlachtfeld Musikzentrum Hannover fast zum Platzen brachte, hatte das verdorbene Geschöpf nicht auf der Rechnung.

Gleich zur Begrüßung knallt ein fettes „Yes Sire“ aus den Boxen, die Eröffnungsmelodie stimmt noch freudig, und zahlreiche Stinkefinger begleiten die verächtlichen Rufe in Richtung Dr. Skull, der kurzerhand den Gral mopst und somit den Startschuss für die Schlacht verpasst. Der Battlechoir stand der schwarzen Armee gegenüber, Tod und Verderben ausblendend, um anschließend in einer weiteren der zahlreichen Schlachten den vier tapferen Kriegern Sir Optimus Prime, Mac Death, Lord Lightbringer und Neutrommler Baron van der Blast mutig und vor allem stimmgewaltig zur Seite zu stehen. Die Grailknights haben es auf dieser DVD verstanden, den besonderen Geist, den solch eine Show atmet, gekonnt einzufangen. Nicht nur die Posen der Herren Superhelden, sondern auch die enorm positive Stimmung im Publikum kommen sehr gut herüber, und es ist doch erstaunlich, wie viele bekannte Gesichter diverser Grailknights-Konzerte sich auch an dieser Fehde beteiligten.

Grailknight-Fans wissen, was zu einer zünftigen Blut-und-Verderben-Party gehört: Zum einen versorgte natürlich Zapf Beauty die Armee der Unterstützer mit frischem Gralsquell und auch die Bierdusche gehörte zum Programm. Außerdem wurde der Tod vom Drachen Urks hautnah eingefangen, auch wenn dieses Mal das Schwert nicht den Anus weitete - vielleicht eine kleine Kompromissansage in Richtung der Freiwilligen Selbstkontrolle.

All zuviel der Story soll hier natürlich nicht verraten werden – die Fans der Grailknights wissen eh nur zu genau, was es heißt, Teil eines mächtigen Battlechoir zu sein, und auch das hier gebannte „Yes Sire“ sorgte einfach nur für fette Gänsepelle.

Leider gibt es aber auch einen Kritikpunkt anzubringen. Häufig sind die Aufnahmen ein wenig zu hell geraten, denn die erfahrenen Schlachtfighter wissen nur zu genau, dass viele Siege im Schatten der Düsternis, im Nebel des Grauens und im Dunst des Moders gefochten wurden.

Manchmal wirken die Helden in ihren Muskelkostümen eine kleine Spur unentspannter als bei vielen anderen Schlachten, was sicherlich an den Kameras liegt– ins Gewircht fällt es allerdings nicht wirklich. Sympathisch ist, dass einige kleine Versprecher unbearbeitet den Weg auf die DVD fanden, während am Sound ganz sicher etwas gedreht wurde.

Nach überzeugenden 90 Minuten waren die Fans noch immer in bester Feierlaune und legten mit einem Dauerfangesang den Grundstein für einen möglichen Eintrag ins Buch der Battlechoir-Rekorde. Wer danach keine Lust verspürt, selbst in die Armee der Glücklichen einzutreten, um beim Kampf gegen den Schädelheini mit gewaltiger Stimme beizutragen, sollte doch gleich die DVD nochmals in den Player schieben und sich selbst eine Grailknights-Kur verschreiben.

Die Grailknights verzichten auf der DVD auf jeglichen Schnick-Schnack. Die Charaktere werden in einer eigenen Menuführung kurz vorgestellt, wobei es hinderlich ist, nicht von Charakter zu Charakter skippen zu können und man immer wieder zum Grundmenü zurück muss. Auch das Booklet ist ein wenig mager geraten und bietet lediglich mit den Credits die üblichen Informationen. Das ist schade, denn einige Bilder des Abends, vor allem einiger Schlachtgewänder, hätten hier für noch mehr Farbe gesorgt.

Fazit: DVD in den Player schieben, ein frisches Gralsquell dazu und schon kann der Fan in die Magie der Schlacht aller Schlachten abtauchen, immer wieder einmal mit ironischem Augenzwinkern schnell im eigenen Gewölbe stehend, um laut „Yes Sire“-schreiend die Nachbarn im missionarischen Eifer zu bekehren. Besser geht es nur live – denn diese DVD bringt den Geruch des Schlachtfeldes mit und fängt mit sanften Kameraschwenks sehr gut die gewaltig gute Stimmung des Abends ein.

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