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Grailknights: Calling The Choir

Noch lächerlicher als das eigene Klischee
Wertung: 3/10
Genre: Melodic Metal
Spielzeit: 54:29
Release: 11.04.2014
Label: Intono Records / Rough Trade

Die Metal-Szene scheint bisweilen ein einziger bunter Kirmesplatz zu sein, auf dem sich jeder mal austoben darf, der sich mit aller Macht in den Vordergrund drängen möchte. Die Grailknights haben diesbezüglich schon längst die Zeichen der Zeit erkannt und betreiben ihre ritterliche Maskerade nun schon zum vierten Mal auf Albumstärke. Aber welchen Markt bedient die Band damit eigentlich? Denn wenn man sich mal ausgiebiger mit der Materie und vor allem mit dem neuen Werk beschäftigt, wird man schnell feststellen, dass es mit der kompositorischen Substanz nicht sonderlich weit her ist bei den Hannoveranern. Sollte man das bunte Treiben also vielleicht doch einmal näher hinterfragen?

Ja, natürlich sollte man das, denn "Calling The Choir" steht sinnbildlich für so viele Entwicklungen in der Szene, die schon seit Jahren von Hardlinern als bedenklich eingestuft wurden, die man schließlich jedoch als ewig gestrige Schandmäuler abgestempelt und schnell wieder zur Ruhe gebracht hat. Doch irgendwann muss man einfach mal auf den Punkt kommen, und an diesem wäre alles andere als ein Komplettverriss dieses Albums der pure Selbstbetrug.

Was hat "Calling The Choir" nämlich zu bieten? Pompöse Second-Class-Refrains? Ja, davon gibt es reichlich. Aufgeblasene Arrangements? Jepp, auch hier greift das Quintett beherzt zu. Biedere Balladen? Kein Ding, davon haben die Grailknights auch einige unterdurchschnittliche Vertreter am Start. Und was bleibt noch? Lahme Melodien, eine einschläfernde Performance, eine gen Null tendierende Eigenständigkeit und zum Schluss ein mehr als peinliches Bonnie-Tyler-Cover. Sauber, da hat man sich ja echt mal so richtig Mühe gegeben, noch lächerlicher als das eigene Klischee zu sein. Immerhin hat man in dieser Beziehung nicht versagt.

Aber im Ernst jetzt: Calling The Choir" ist musikalisch ein Reinfall und eine harte Geduldsprobe für die Frustrationstoleranz des Rezensenten. Vielleicht mag letztgenannter ja zu engstirnig sein und den Party-Effekt bei den Grailknights übersehen. Aber geht man einfach nur von der Materie bzw. den elf Stücken auf "Calling The Choir" aus und koppelt diesen Eindruck mit all den anderen eher zweifelhaften Faktoren, bleibt nicht mehr als genervtes Kopfschütteln.

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