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Gräfenstein: Skull Baptism

Bewusstes Riffing und interessante Melodien - ein kleines Black-Metal-Erlebnis
Wertung: 7.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 39:36
Release: 12.11.2010
Label: Black Hate Production

Diese Kerle kommen gleich zum Punkt! Die Männer von Gräfenstein halten sich auf ihrem neuen Album „Skull Baptism“ nicht unnötig auf, sondern legen gleich richtig los. Eh man sich versieht, findet man sich in wilden Black-Metal-Riffs wieder, die von Anfang an gleich kräftig Arsch treten.

Die Band verspricht mit ihrem Mid- bis High-Tempo-Black-Metal, Chaos und Untergang zu zelebrieren und genau das tun sie auch. Von Monotonie lassen sich Gräfenstein aber nicht beeindrucken. Durch genauso frische wie interessante Riff-Abfolgen bieten sie sehr viel Abwechslung auf ihrem Album. Die Melodien sind einprägsam, wirken jedoch nicht abgegriffen, sondern auf ihre Weise neuartig. Dadurch wird „Skull Baptism“ schnell zu einem Album, was die Aufmerksamkeit erregt und dem man gerne auch ein zweites Mal lauscht.

Stampfend und gleichzeitig melodiös zeigen sich beispielsweise Gitarre und Bass in „Halls Of Dawn“,  um dann in wilder Zerstörung ihre Erfüllung zu finden. Diese kreative Ausarbeitung der E-Gitarren-Parts findet man bei Gräfenstein auf dem gesamten Album. Es wird jedoch auch deutlich, dass sie dabei nie in stumpfsinniges Geschredder verfallen. Das Album ist wild und doch geordnet und gerade das macht viel von der Musik auf „Skull Baptism“ aus. Hinzu kommen die auflockernden Melodieabfolgen, die den Black Metal nicht etwa verweichlichen, sondern ihm gerade etwas Individuelles und Spannendes verleihen. Auch die Rhythmik, die besonders auch durch die Riffs zum Ausdruck kommt, ist sehr ausgeprägt, wie man in „Inhale Nonentity“ hören kann.

Der Einsatz des Schlagzeugs dagegen ist nicht so kreativ wie die Riffs, aber auf seine Art dennoch niederschmetternd. Es verleiht den Liedern selbst bei melodiöseren Riffs noch die benötigte Härte. Beim Einsatz von Double-Bass hat sich die Band deutlich zurückgehalten. Der seltene Einsatz lässt der Band die Freiheit, bestimmte Abschnitte in den Liedern durch eingefügte Double-Bass noch mehr Drive zu verpassen und man hört, dass Gräfenstein sich diesem Vorteil bewusst sind. Zudem wurde dies so abgemischt, dass die Double-Bass zwar schön hämmernd, aber nie unkontrolliert niedermetzelnd ist. Genau wie das Riffing befolgt auch die Double-Bass genauen Regeln und weiß damit zu punkten.
Ein Lied, was sehr positiv heraus sticht ,ist „Everlasting Moribund“. Der Einsatz des Basses ist hier sehr hervorgehoben und verpasst dem Lied einen recht groovigen Anteil. Dieser Stil, den auch schon Helfahrt gekonnt einzusetzen wussten, verleiht dem Album eine Black’n’Roll-Touch, der zudem überzeugt. So interessant wie das Lied auch wirkt, fällt es bei „Skull Baptism“ aber auch aus der Reihe, da der auffällige E-Bass-Einsatz auf dieses Lied beschränkt bleibt.

Die Vocals von Sänger Greifenor bestehen durchweg aus bösartigem Kreischen. Der Gesang ist sehr passend und überzeugt, leider bleibt er im Black-Metal-Bereich aber auch auf einem gewöhnlichen Niveau. Dies beeinträchtigt die Musik von Gräfenstein aber nur in einem geringeren Maße – dafür sorgt das bereits erwähnte Riffing mit seinen Qualitäten.

Insgesamt ist dieses Album durchaus hörenswert. Es verkörpert rohen Black Metal, wie man ihn kennt und liebt. Gleichzeitig beinhaltet es eine melodiöse Note, die interessant in den musikalischen Teppich mit eingewebt wurde, ohne aus dem Vorort Verdammnis eine Blumenwiese zu machen. Auch wenn mit „Skull Baptism“ kein neues Subgenre des Black Metals erfunden wurde, kann man hier ohne Weiteres ein Ohr riskieren. 

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