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Grade 2: Graveyard Island

Hier weht ein amtlicher Punk-Rock-Wind von der Insel
Wertung: 8/10
Genre: Punk
Spielzeit: 28:07
Release: 11.10.2019
Label: Hellcat Records/ Epitaph

Also eins muss man den Herren von Grade 2 auf jeden Fall schon mal lassen: Sie legen in ihrer Karriere definitiv ein zackiges Tempo vor! Im zarten Alter von fünfzehn Jahren gegründet, steht sechs Jahre später bereits ihr drittes Album bereit. Nachdem das Debüt „Mainstream View“ schon ein erstes Aufhorchen verursachte, konnte sich der Dreier beim Nachfolger „Break The Routine“ leider nicht so wirklich steigern, insofern ist es doch spannend, ob den Engländern mit „Graveyard Island“ nun ein Sprung gelingt.

Für ihr neues Album flogen Grade 2 gleich mal über den großen Teich, um das neue Werk von Rancid-Gründer Tim Armstrong produzieren zu lassen. Und genau dies scheint wirklich ein absoluter Glücksgriff für die Band gewesen zu sein, nicht nur, dass sie vor Ort gleich noch sechs neue Songs schrieben, vor allem scheint Armstrong ein absolutes Gespür dafür zu haben, wie man den Dreier am besten in Szene setzt. Die neue Scheibe ist keineswegs überproduziert oder glatt, stattdessen unterstützt der Sound den angebotenen, oft recht rauen Street-Punk. Gerade ein etwas härterer und kantiger Song wie „Don’t Look Back“ bekommt hier ein wirkliches Straßenfeeling und entwickelt seinen ganz eigenen Charme.

Klingt der benannte Titel eher ruppig, entfaltet „Graveyard Island“ ansonsten eine ganz neue Leichtigkeit, die dem Album in seiner Gesamtheit deutlich zugute kommt. Dies bedeutet mitnichten, dass die knappe halbe Stunde flach wirken würde, vielmehr gibt es einen flüssigeren Lauf zu spüren, der die Weiterentwicklung des Dreiers deutlich zu Ohren bringt. Dabei bleiben die drei Jungs ganz klar bei ihren Wurzeln, es gibt rasanten Punk mit einem fetten Oi!-Touch auf die Ohren, bei dem man sich im ersten Durchlauf fast etwas von der Geschwindigkeit überfordert fühlt. Da rast schon anfangs „Reality Is Calling“ mit Tempo 180 gen Lauscher und lässt selbst Sid kaum Luft zum Atmen. Auch beim restlichen Material bleibt man stets auf dem Gaspedal, da geht das melodische „Murder Town“ mit seinem flotten Drumming und dem Wechselgesang sofort in die Beine, „Look Up“ wartet mit einem schnell vor sich hin stampfenden Grundrhythmus auf und entpuppt sich zudem als unheimlich eingängige Punk-Rock-Nummer. Einziges Manko sind die manchmal etwas schmalbrüstig wirkenden Backing Vocals, da wünschte man sich hier und da einfach etwas mehr Volumen.

Live dürfte dies sicher kein Problem sein, immerhin bieten Grade 2 jede Menge Nummern mit einem nicht unerheblichen Mitgrölfaktor an. Sei es „Bowling Green Lane“, welches eh schon einen gewissen Live-Charakter zeigt, oder der abschließende Stampfer „On The Radar“, der mit ausgiebigen Soloaktivitäten der Saitenfraktion daherkommt, die Titel beweisen allesamt eine kurze Zündschnur und laden direkt zum Mitmachen ein.

Das Fazit zu „Graveyard Island“ kann man so getrost recht kurz machen: Neues Material sichern, einpogen und dann ab auf die bald anstehende Tour.

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