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Grace.Will.Fall: No Rush

Die Jungs finden ihre alte Form wieder
Wertung: 8/10
Genre: Punk, Hardcore, Crustcore
Spielzeit: 35:06
Release: 28.03.2014
Label: Midsummer Records

Grace.Will.Fall aus dem schwedischen Jönköping haben mittlerweile über zehn Jahre als Band auf dem Buckel, waren aber nicht unbedingt besonders fleißig: Mit “No Rush” steht jetzt für Ende März erst das dritte Full-Length-Album auf dem Plan, aber wie wir mittlerweile alle gemerkt haben geht Qualität über Quantität; und was die Fünf bisher so abgeliefert haben, spricht wahrlich für Qualität. Mit einer Mischung aus Punk, Hardcore, Crustcore und diversen eingestreuten Rock’n’Roll-Elementen kommen die Jungs um Sänger Ulf zwar recht chaotisch daher, lassen aber immer wieder experimentelle Teilchen aufblitzen, die den Hörgenuss versüßen. Das 2011er Minialbum „Punkjävlar“ konnte dabei nicht ganz in die Fußstapfen des Vorgängers treten, heimste aber trotzdem noch sieben Punkte ein – man darf gespannt sein, was die neue Scheibe an Überraschungen birgt.

Beginnen wir mit dem Artwork von innen nach außen: Die Schweden haben sich dieses Mal für eine magentafarbene groovy Siebziger-Jahre-Schrift entschieden, die Hardcore-Fans, die die Band vorher noch nicht gehört haben, durchaus abschrecken könnte. Das Booklet ist wie üblich liebevoll gestaltet mit handgeschriebenen Texten und Fotos der Jungs, unter anderem beim Frühstück. (Geht es nur mir so oder ist das ein bisschen befremdlich, wenn ein Haufen bärtiger, tätowierter Kerle mit Bananen und Bio-Sojamilch abgebildet wird?!) Meckern kann man hier wirklich nicht, die Jungs bieten einem zumindest schon mal eine optisch ansprechende Verpackung.

Der Sound wirkt im ersten Eindruck ein wenig dumpfer und nicht so transparent wie bei den Vorgängerscheiben; im Verlauf der Platte gewöhnt man sich daran aber recht gut, zumal der Sound die Songs nicht beeinträchtigt. Derer elf haben es auf „No Rush“ geschafft, dessen Titel den Inhalt Lügen straft – hektisch geht es zu, Songs wie das vorab via YouTube veröffentliche „Ständga Dörrar“ überschlagen sich vor lauter Chaos fast selbst. Dafür setzt die Truppe aber wieder auf bilinguale Beschallung, was sicherlich viele Fans, die der schwedischen Sprache nicht mächtig sind und somit von „Punkjävlar“ so gut wie nichts verstanden haben, freuen wird.

Diesmal scheinen die Herren zu ihrer alten Form zurückgefunden haben: Düstere Brecher wie „Five To Nine“ wechseln sich ab mit Granaten wie „DIY“, die zwar nicht weniger hart, aber dafür nicht halb so düster daherkommen und eher zum Bewegen als zum Gänsehaut anziehen animieren. „Polluted And Diluted“ zollt dann ein bisschen dem Siebziger-Cover Tribut, indem viel mit dominanten, erdigen Gitarren gearbeitet wird, die aber gleichzeitig ein bisschen entrückt erscheinen – eine Mischung, die wahrscheinlich nur Grace.Will.Fall so hinbekommen.

„Städerna Brinner“ fällt dann insofern aus dem Rahmen, da Ulf hier mit für ihn neuen Gesangstechniken experimentiert – statt dem stetigen Gebrüll gibt es zwischendurch ein heiseres Rufen, das nicht weniger aggressiv daherkommt, aber einen zusätzlichen verzweifelten Unterton beimischt; eine schöne Idee, die gut in den Track integriert wurde.

Überhaupt haben die Herren mit „No Rush“ so ziemlich zu ihrer alten „Second Album“-Form zurückgefunden. Die Mischung macht es bei den Schweden einfach aus, düstere und mobilisierende Songs geben sich die Klinke in die Hand, all das gut durchmischt mit ordentlich Rotz und Dreck – „No Rush“ wird sicherlich nicht nur die bisherigen Fans erfreuen.

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