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Gothic Visions III

Jahresrückblick ohne Werbung und dummes Gelaber
Wertung: 9/10
Genre: Gothic
Spielzeit: 450:00
Release: 14.10.2011
Label: Echozone

Sie liegt nun vor uns, die dritte Ausgabe der Gothic Visions und wieder ist sie mehr als vollgepackt mit sage und schreibe 19 Songs, 58 Video Clips und nochmals 32 Songs auf der DVD. Genau, wieder erscheint die Gothic Visions als CD- und DVD-Ausgabe. Das, was wir nun zu tun haben, ist uns eine Menge Freizeit zu genehmigen und in die Kissen zu sinken, denn insgesamt erwarten uns 450 Minuten Spielzeit.

Die Songs auf der CD sind vorwiegend von eher unbekannteren Bands, was die Möglichkeit gibt, jene einmal näher zu begutachten, an denen man sonst vielleicht vorbeiläuft. Rockig und düster kommen die Songs daher und es sollte einfach reingehört werden, denn es sind echte Juwelen darunter. Liquid Grey zeigen mit „Part Of Everything“, was düsterer Goth-Rock ist ist und landen mit dem Song ganz weit vorne in der Gunst. Aber auch The Daughters of Bristol sollte man sich merken. Ihr Sound sehr an dem angelehnt, was wir von The Sisters Of Mercy kennen, kommen sie dennoch frisch mit ihrem Song „The Ave" daher. Davon muss man einfach mehr hören. Auch der einzige deutsche, von Basilisk stammende Song ist ein kleines Stückchen Gold auf der Compilation.

Die Songs auf der DVD wiederum sind bekannter, einige davon finden sich wie Eisblume auch als Video wieder. Aber auch hier finden sich Bands, die sonst noch nicht so auffällig waren. Allerdings sind vor allem Bands, die in 2011 ein Album veröffentlichen wie zum Beispiel Rebentisch, Christina Plays Violine oder auch Tunes of Dawn sind bei weitem keine Unbekannten mehr. 

Interessant sind die vielen, vielen Video Clips. Hier sind sowohl Livemitschnitte zu sehen, als auch wirkliche Videoclips der Bands wie Stahlmann. Bei den 58 Clips wechseln sich bekannte und unbekannte Bands ab und geben so ein wirklich schönes Bild davon ab, was in 2011 so los war und worauf man sich im kommenden Jahr noch freuen kann. Bands wie EisbrecherStahlmannMetallspürhunde und auch Leichenwetter ziehen hier sicher den Verkauf der dritten Ausgabe der Gothic Visions an, was aber keineswegs unfair ist, denn auch die anderen Bands haben mehr als ein Recht gesehen zu werden und schließlich warten wir doch gerade jetzt um diese Jahreszeit alle auf die Ankündigungen der diversen Festivals, und da hilft es die Vorfreude zu stillen, indem man schonmal einen Livemitschnitt der Band sehen kann.

Echozone haben ein drittes Mal bewiesen, dass ein Werk wie „Gothic Visions“ einfach nötig ist in einer Zeit, in der so viel passiert auf dem düsteren Musikmarkt; vieles geht leider unter und so ein Werk öffnet die Augen und Ohren für jetzt noch unbekannte Bands, die es aber verdient haben, gehört zu werden. Auch die irre Spielzeit von 450 Minuten hat es nicht geschafft, die Qualität des Werks in Frage zu stellen. Jetzt zum Jahresende ist dies einer der schönsten Jahresrückblicke und vermutlich der ehrlichste, ohne Werbung und ohne viel dummes Gelaber. 

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