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Gotham O.D.: Monochromatic

Jeder, der nicht nur die Hochglanz-Produkte kauft, sondern auch für kleinere Bands offen ist, sollte ein Ohr riskieren
Wertung: 8/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 44:30
Release: 25.07.2008
Label: Off Records

Nach stolzen drei EPs veröffentlichen die Finnen Gotham O.D. nun endlich ihr Debüt-Album auch in unseren Breitengraden. Eigentlich wird eine Band, die noch kein Debüt-Album herausgebracht hat, in der Regel als Newcomer abgestempelt, aber bei dem Erfolg der zurückliegenden drei EPs kann man der Formation einfach einen gewissen Status nicht mehr aberkennen. „Monochromatic“ heißt das lang erwartete erste Album und erinnert stark an Szenegrößen wie Charon, mit denen es sich sicherlich locker messen kann.

Nach einem sehr atmosphärischen Intro legt „My Day Of Reckoning“ ordentlich los: Mit abwechselungsreichen Riffs, einer groovenden Bass-Stimme und kraftvollem, melodischem Gesang inklusive einer tollen Hookline präsentiert man den ersten „richtigen“ Track der CD. Langsamer, aber nicht minder gut geht es mit „Absence“ weiter, über das stark keyboardlastige „All Before“ und den schnellen, kurzen Song „Hollow June“ bis zu „Lucyfer“ höchstpersönlich:

Der Höllenfürst präsentiert sich – nicht wie aufgrund zahlreicher Filme angenommen – mit donnernder und tiefer Grollstimme, sondern überraschenderweise mit angenehmer Gesangstimme und einer sehr hoher Backgroundstimme, die vor allem in den Bridges an gewisse Parts der „Prinzen“ erinnert. Da sieht man mal wieder, was das Fernsehen dem unwissenden Publikum so alles vorzugaukeln versucht.

Kontrastreich geht es weiter: Der längste Song „Cast In Delusion“ verzaubert den Hörer mit engelsgleichen Pianomelodien und einem wuchtigen Basslauf. Der charismatische Gesang tut sein übriges, um den Song perfekt abzurunden und letztendlich in einem pompösen Klanggerüst ausklingen zu lassen. Mein persönlicher Favorit taucht aber erst an letzter Stelle der Tracklist auf: „I Gave You All“ ist eine mitreißende Gothic Metal-Ballade mit schwermütigen Gitarren-Riffs, einem bittersüßen Piano-Lauf, atmosphärischen Chören und äußerst gelungenem und facettenreichem Gesang.

Alles in allem eine sehr schöne CD, die leider nur über eine mittelmäßige Produktion verfügt – die Gitarren könnten eine Spur kräftiger aus den Boxen donnern und das Schlagzeug mehr Druck haben.

Aber jeder, der nicht nur die Hochglanz-Produkte kauft, sondern auch für kleinere Bands offen ist, sollte ein Ohr riskieren und die Band weiterhin im Auge behalten!

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