Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Gorgoroth: Ad Majorem Sathanas Gloriam

Gutes bis sehr gutes Black Metal-Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 31:41
Release: 23.06.2006
Label: Regain Records

Gorgoroth waren, sind und bleiben wohl eine der kontroversesten Bands im Black Metal. Auch wenn keine neue Scheiben oder sonstige Veröffentlichungen anstehen, schaffen es die Herren aus dem hohen Norden immer wieder, in den News der Musikmagazine oder in der Yellow Press aufzutauchen. Durchstöbert mal diverse Heftchen der letzten 12 Monate und ihr wisst, wovon ich rede. Das alles aufzuarbeiten wäre wohl zu lang.

Ich denke, dass genau dieses permanente Auftauchen in den Medien die Band erst den Ruf einer Kult-Combo eingebracht hat. Ob man das nun gutheißen will/kann oder nicht, sei mal dahingestellt, jedoch ist es passiert und Gorgoroth haben sich damit einen Platz ganz weit vorne im Black-Metal-Zug gesichert. 

Bereits seit „Incipit Satan“ sind die Tage der satanisch vor sich her rumpelnden Black Metal-Combo gezählt. Wie auch die beiden Vorgängerscheiben wartet “Ad Majorem Sathanas Gloriam” mit einer fetten Produktion auf. Dabei klingen besonders die Gitarren eher nach schwedischem Death Metal als nach bitterbösem Black Metal, passen aber trotzdem zum Gesamtsound. Und das ist ja die Hauptsache. 

Gorgoroth treten also an, den auf „Twilight Of The Idols" eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Das Label spricht dabei vom „philosophieren mit dem Hammer“ und genau so kann ich das stehen lassen. Abgrundtief satanische Lyrics treffen auf Blastbeats, hypnotische Riffs oder einfach nur auf Passagen mit sehr viel atmosphärischer Tiefe. 

Beim Opener „Wound Upon Wound” zeigen sich die Bergener dann auch gleich von ihrer aggressiven Seite und machen dem Hörer klar, was sie in der nächsten halben Stunde erwartet. Blastbeats knallen mit voller Wucht gen Großhirn und das leicht thrashige Riffing fräst sich von da aus weiter in jeden Millimeter der Gefühlskanäle, bis nur noch Kälte und Schwärze übrig bleibt. Kurze, atmosphärische Zwischenstücke sind da nur zur Erholung gedacht und verleihen den sonst in Highspeed agierenden Parts noch einen zusätzlichen Kick. Eine sehr gute Einstimmung, obwohl der Song nicht unbedingt zu den besten der Scheibe gehört. 

Mit „Carving A Giant” treten Gorgoroth mal wieder den Beweis an, dass man keine Geschwindigkeitsrekorde brechen muss, um bedrohlich zu wirken. Zwar knallt es zum Anfang mächtig gewaltig, doch dann kippt der Song in eine Art bedrohlichen Marschcharakter um. Diesen hält er eigentlich permanent, obwohl hier und da das Tempo noch ein wenig zurückgefahren wird. Ähnliches war auch schon auf „Incipit Satan“ zu finden. Für meinen Geschmack eine Lehrstunde dafür, wie eine beklemmende Atmosphäre erschaffen werden kann. 

Trotz der bisher guten Vorstellung, gehört das folgende Doppel zu den Highlights von „Ad Majorem Sathanas Gloriam”. Gerade „God Seed (Twilight Of The Idols)” nennt eine richtig gute Gitarrenmelodie ihr Eigen. Leider nicht immer die Regel bei Gorgoroth, die zwar qualitätstechnisch viele Bands hinter sich lassen, jedoch noch nie die Erschaffer richtig geiler Melodien waren. Gerade auf den Blast-Passagen entfaltet sich die Gitarrenlinie richtig groß und schiebt den Song ganz weit nach oben. 

Und auch „Sign Of An Open Eye” lebt von einem Gitarrenlick, welches hypnotischer und bedrohlicher nicht hätte wirken können. Dazu das gezügelte Tempo und der monotone Sprechgesang und fertig ist ein Song, den man nicht vom dem Einschlafen genießen sollte. 

Leider muss der geneigte Hörer dann bis zum Rausschmeißer auf ein weiteres Highlight warten. „Prosperity And Beauty“ schwankt zwischen ICE-Drums und stampfendem Midtempo hin und her. Das alles unterlegt mit einer gelungenen Melodie, welche in meinen Augen zu den besten zählt, die mir Gorgoroth jemals in die Lauscher gepresst haben. 

„Ad Majorem Sathanas Gloriam” kann man getrost einen Stempel als gutes bis sehr gutes Black Metal-Album verpassen. Die im Review nicht genannten Songs sind zwar alles in allem keine Rohrkrepierer, doch von den Highlights entfernt sie noch so mancher Meter. Trotzdem oder gerade deswegen sei jedem, der dem Black Metal nicht abgeneigt ist, definitiv ein einmaliges Zwangshören verordnet. Alle Gorgoroth-Jünger können diesen Schritt überspringen und sich das Album sofort kaufen. 

„Antichrist“ wird zwar nicht von Platz eins meiner Gorgoroth-Rangliste verdrängt, „Ad Majorem Sathanas Gloriam” teilt sich aber mit „Incipit Satan“ gleichwertig Rang zwei. Übrigens tobt sich an den Drums Frost von Satyricon und 1349 aus. Das aber nur als so genanntes Session-Mitglied.

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann