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Goretrust: Last Revolution

Revolution vs. Langeweile
Wertung: 3/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 33:59
Release: 29.08.2008
Label: STF Records

Eine Revolution musikalischer Art wollen die drei Ungarn von Goretrust anzetteln. Im Jahre 2005 legte das Trio, bestehend aus Marcell Nemes - Vocals, Gitarre, Peter Gyuricza – Bass und Adam Illes – Drums hierfür den Grundstein, tourte in der Zwischenzeit mitunter sogar in finnischen Landen und nun will das Trio mit der Debutscheibe „Last Revolution“ in das metallische Weltgeschehen eingreifen.

Und nicht, dass es mit einer Debutscheibe schon schwierig genug wäre, sich bei den Hörern einen Namen zu machen. Nein, die drei Herren haben auch noch ganz tief in die Trickkiste gegriffen und veröffentlichen gleich mal ein Konzeptalbum. Wenn man gemein wäre, könnte man das Konzept gleich ziemlich schnell ausgemacht haben: Etwa die weltverändernde Revolution?

Pah, mitnichten, vielmehr Langeweile. Denn das, was ein Konzeptalbum ausmacht, sucht man hier leider vergebens: Das Konzept. Ein weiteres Manko ist die Stimme von Marcell – die kann zwar zeitlich gesehen, ein lang anhaltendes Fauchen hervorbringen wie im Opener „Departure“, der im Übrigen eingangs recht gelungen die Stimmung aufzubauen weiß, doch man hört ganz schnell heraus, dass dieses Stimmchen doch ein recht dünnes ist.

Vom Tempo her gleichen sich die Songs größtenteils in erheblichem Maße. Wenn man das Album also nur nebenbei hört, ist man sich dann gar nicht mehr so sicher, ob man schon „Instant Misery“ lauscht oder noch mitten in „I Am Kill“ steckt. Sicherlich ist es schwierig, wenn man nur als Dreierband an den Start geht, doch auch dieses Manko an Personal stecken andere Bands locker weg.

Auch wenn „Brain Disconnect” oder auch „Instant Misery“ beispielsweise recht rifflastig daher grooven, ist die Produktion der Scheibe auch insgesamt gesehen doch zu dünn ausgefallen. Auf die Dauer seiner Spielzeit geraten die Songs einfach nur zu langatmig und daher auch langweilig.

So etwas oder ähnliches würde ich jetzt zu jedem einzelnen der acht Stücke niederschreiben. Es mangelt an einfach zu vielen Ecken und Kanten, angefangen vom Gesang über Songs, die sich zu sehr gleichen und nicht im Ohr hängen bleiben wollen bis hin zur saft – und kraftlosen Produktion gibt es etwas, was man mit dem altbekannten dicken Rotstift ankreiden könnte. Da nützt dann auch alles vorhandene Potenzial der Musiker nichts, wenn das Gesamtresultat dann derart ausfällt.

Die Todesstrafe für eine CD ist meiner Ansicht nach das, wenn nämlich der Hörer beim Hören der CD dies tut: Er schaut auf die Uhr, um abzuschätzen, wann denn dann endlich das Vorgetragene vorbei sein wird.

Wenn eine Full Length weniger als 40 Minuten Spielzeit aufweist, fange ich in der Regel an, deshalb einen Punktabzug vorzunehmen. In diesem Falle jedoch müsste ich eher noch den ein oder anderen Punkt dafür geben, eben dass die Ungarn das Ganze doch so kurz gehalten haben.

Fazit: Was? Da kommt ´ne Revolution? Hab ich gar nichts von mitbekommen. Wer eine Revolution anzetteln möchte, der sollte dringend vorher seinen Thesenkatalog ausarbeiten.

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