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Goldust: Destroyer/Borderline

Zu austauschbar
Wertung: 4/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 38:48
Release: 04.04.2010
Label: Let It Burn Records

Bei Goldust handelt es sich um eine Hardcoregruppe aus der liebenswertesten Studenten- beziehungsweise Fahrradstadt der Welt: Münster. Die fünf bei Let It Burn Records unter Vertrag stehenden Musiker präsentieren mit ihrem neuestem Album „Destroyer/Borderline“ eine Mischung aus Hardcore, Sludge und groovigen Einlagen.

Trotz all dieser Einflüsse und sogar kleineren Ausflügen in Genres, die mit „Southern“ beginnen könnten, klingt das Ganze dann doch arg austauschbar. Austauschbar – ja – aber leider nicht ganz auf dem Niveau der Vorbilder von Goldust, die immer mal wieder zum Vorschein kommen, so fühlt man sich hin und wieder mal an die chaotisch-wütenden Hardcore-Parts von Comeback Kid erinnert, die äußerst fragwürdigen Cleans von Acts wie Your Demise oder Freya oder gar an schleppende Sludge-Parts wie man sie von Bands der Marke Benea Reach kennt.

Auch wenn sich Goldust mit Mixturen all dieser Einflüsse und Genres Mühe gibt, ein klein wenig Abwechslung zu erschaffen, fehlt es leider am Wiedererkennungswert. Die Songs plätschern so vor sich hin, man hört bei dem Track „The Clawed One“ mal einige nette, melodische Anlagen, gesprochene und nicht wirklich zu 100 Prozent passende Vocals bei dem Stück „To No Avail“ oder zwischen all den Uptempo-Krachern mal ein überraschend ruhiges Intro zu dem Song „Control“, aber unterm Strich bleibt von alledem nicht wirklich viel hängen. Nach dem Hören von „Destroyer/Borderline“ fragt man sich ziemlich irritiert von diesem nicht so ganz überzeugenden Gemisch: War’s das? Wie viele Songs waren das?

Genauso wie die Band gemischte Akzente zu verarbeiten versucht, versucht der Hörer gemischte Gefühle zu verarbeiten. Das Album ist nicht wirklich schlecht, es gibt durchaus das ein oder andere clevere Riff, aber es fehlt der rote Faden, die Parts die mitreißen, die Parts, die Goldust von einer ansprechenden Liveband abheben und zu etwas, das sich auch wirklich lohnt mal auf CD genossen zu werden, macht. Am Ende bleibt hier dann nur eine kapitale Mischung, die im Großen und Ganzen zusammengefasst werden kann als eine nicht fehlgeschlagene, aber doch ernüchternde Mixtur mit Ecken und Kanten, der es noch etwas an Reife fehlt.

Hardcore-Allesfresser, Lokalpatrioten und wer die Band in der Hoffnung, dass das Potential genutzt wird und die nächste Mischung überzeugender ausfällt, unterstützen möchte, der kann hier zugreifen, ansonsten wird man mit diesem Album nicht allzu viel anfangen können. Ach ja: Die Googlebildersuche zu Goldust spuckt weitaus amüsantere Ergebnisse als Bandfotos aus – ob sich die Band bei der Namensgebung wohl daran orientiert hat?

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