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Goldfinger: The Knife

Lässiges Ska-Punk-Album
Wertung: 8/10
Genre: Ska-Punk/ Pop-Punk
Spielzeit: 39:15
Release: 21.07.2017
Label: Rise Records

1993 gegründet, zeigten Goldfinger zügig wo der Pop-Punk-Hammer hängt und schoben ihre Scheiben geradeaus in die Charts. Sechs Studioalben und dazu noch zwei Livealben waren die anständige Ausbeute in fünfzehn Jahren, bis man 2008 mit „Helo Destiny“ das letzte Werk gen Fangehör brachte. Nach neun Jahren Studioabstinenz meldet sich das Trio aus Los Angeles nun mit „The Knife“ zurück.

Schon beim Startschuss mit „A Million Miles“ machen Goldfinger klar, dass sie bei ihrer Rückkehr auf etwaige Experimente verzichten und sich auch weiterhin dem Pop-und Ska-Punk widmen. Und ehrlich gesagt, kann man dies nur begrüßen, scheint der Dreier doch dieses Genre perfekt bedienen zu können. Der Einstand gelingt, die Nummer geht nicht nur bestens ins die Lauscher, sondern auch direkt ins Gebein. Das Ganze fühlt sich an, als wenn der College-Rock der Jahrtausendwende seine glamouröse Wiedergeburt feiert.

Auch danach lassen Goldfinger nicht ab, schmeißen mit flotten Ska-Nummer nur so um sich, dass man sein Wohnzimmer am liebsten beräumen würde, um hier ausreichend Bewegungsfreiheit zu haben. Dabei überzeugt das schmissige „Get What I Need” nicht nur mit eingängiger Melodik, sondern kann auch mit schick eingesetzten Tempoverschiebungen punkten. Ganz anders zeigt sich „Tijuana Sunrise”, welches als völlig entspannter Reggae-Titel um die Ecke kommt und man nicht allzu viel Fantasie braucht, um sich hier am Strand auf Badelatschen mit Tütchen oder Tequila umher schweben zu sehen.

Sicher versprühen Goldfinger auf den knapp vierzig Minuten nicht höchste musikalische Kunst, dafür verstehen sie sich bestens auf die Schaffung von Ohrwürmern und Mitgrölhymnen. So auch im Falle der Vorabsingle „Put The Knife Away“, bei der am Schlagzeug nicht nur ordentlich durchgeknüppelt wird, sondern sich die Stimmbänder fast von allein in Bewegung setzen. Ebenso lässig zeigt sich „Who’s Laughing Now”, welches live wohl richtig abgehen sollte oder das knallige „Say It Out Loud“, bei welchem man den Lautstärkeregler gern mal gen Anschlag drehen kann.

Überraschungen sucht man auf dem Album vergebens, selbst wenn das abschließende „Milla“ schon etwas experimenteller als der Rest wirkt. Ganz auf den vorgegebenen Dauerschunkelrhythmus muss man allerdings auch hier nicht verzichten. So fällt es letztendlich recht schwer, bei dieser Scheibe Anspieltipps zu geben. Das gesamte Album präsentiert sich wie aus einem Guss und wirkt absolut bündig. Folglich kann man auch keinerlei Ausfälle vermelden, was somit vierzig Minuten Dauerbespaßung bedeutet. Wer also auf griffige Ska-Punk-Stücke mit Popappeal steht, kann mit „The Knife“ eigentlich nichts falsch machen, zumal nicht nur eine illustre Schar an Gästen mitwirkt, sondern auch noch ein schniekes Cover angeboten wird.

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