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Golden Apes: Riot

Ein bisschen flach
Wertung: 6,5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 60:42
Release: 30.11.2012
Label: AF Music

Die Berliner Golden Apes haben zwei aufregende Jahre hinter sich. Besetzungswechsel, eine neue Plattenfirma und der Stress, der obligatorisch dazugehört, haben die Musiker in Schach gehalten. Nun bringt die Band mit „Riot“ ihr inzwischen siebtes Studioalbum auf den Markt. Das Album „Aufstand“ zu nennen mag ja einen gewissen selbsttherapeutischen Zweck erfüllen, aber ob der Albumtitel bei einer Gothic-Rock-Band wie den Golden Apes gerechtfertigt ist, das muss erst geprüft werden.

Geht man die Songtitel mal im Schnelldurchlauf durch, dann kommt einem schon der Gedanke, dass der brandneue Silberling unsteter, unruhiger und weniger im Gleichgewicht ist als seine Vorgänger. Diese sehr oberflächliche Analyse lassen die Songtitel „Devil“, „Torment“ und „Pieces“ zu. Im näheren betrachtet kommt man schnell zu viel weniger radikalen Schlüssen; die erste große Abmilderung verschafft der Sound.

Wenn man erst einmal das wenig ansprechende Intro hinter sich gebracht hat, dann erwartet den Hörer der Titel „Devil“, unter dem man sich höchstwahrscheinlich eine rockige, treibende Nummer vorstellt. Vielleicht hätte der Track das auch werden können, der Sound der Platte verhindert diese Mutation aber sehr konsequent. Es ist schon klar, dass es eine Art Markenzeichen ist, den Klang der Platte mit undefinierbaren Echos und Halleffekten zu verwaschen, aber mit mehr Dynamik hätte man hier deutlich mehr aus dem Titel kitzeln können. Live wird die Band ja mit Sicherheit auch nicht nur so vor sich hinplätschern. „Devil“ ist somit der erste tragische Song der Platte und es sollen noch ein paar folgen. Das Soundproblem legt sich, wie ja schwer zu erwarten war,  nicht. Die ganze Scheibe hindurch wird jeder Keim, ein wenig Partystimmung aufkommen zu lassen, sofort erstickt. Das wäre noch gar kein Problem, wenn die melancholisch-düstere Schiene, die die Band dann einschlägt, funktionieren würde. Für diesen Weg sind aber die Gitarren oft zu schnell und auch die Drums klingen nicht ruhig genug.

Nichts halbes und nichts ganzes? Ein bisschen schon. Einige coole Songs können ihre Kraft nicht wirklich entfalten („Vengeance“, „Prudence“) während andere („Riot“) mit viel Kraftaufwand interessant gemacht werden sollen. Nicht grundlegend alle ruhigen Stücke sind schlecht auf der Scheibe. „White Days“ ist zum Beispiel eine Ausnahme und wenn man sich erst einmal in das Album reingehört hat, dann kann man den Songs schon viele interessante Aspekte abgewinnen. Allerdings bleiben auch viele Spielräume ungenutzt, die die Band locker mit Leben hätte füllen können.  

Freunde der Band dürften nicht enttäuscht werden. Trotz einiger Veränderungen bleiben die Berliner ihrem Genre und ihrer Spielart treu. Anhänger Genre-typischer Bands könnten ebenfalls auf ihre Kosten kommen, zumindest wenn im eigenen Musikgeschmack eher der Begriff „Gothic“ im Vordergrund steht. Die Rocker werden sich wohl weniger wohl fühlen.

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