Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Godslave: Reborn Again

Wonnemonat Thrashmärz
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 53:13
Release: 09.03.2018
Label: Green Zone Music

Eigentlich ist unser guter Thomas der Godslave-Supporter Nummer eins, allerdings hat er sich vorerst in die Nachwuchspause verabschiedet, weswegen das mittlerweile fünfte Studiobaby aus dem Hause der Saarbrücker Thrasher nun hier im Pott gelandet ist. Die grün-schwarze Attacke aus dem Saarland ruft nicht nur wegen der Farbgebung einige Assoziationen zu den großen Vorbildern Overkill auf – komisch, Metal Archives peitschen jedweden Vergleichsversuch mit Kreator in den Wind -, sondern auch der erhöhte Gesangsstil von Frontröhre Thommy geht mehrmals in die gleiche Richtung.

Full Force Fast Forward, das Tripple F plus Bonus, so dann auch die Marschroute ins positivierte Thrashglück – ja genau, das positive rührt allein daher, dass die Thrasher nun einen nicht unüberhörbaren Schuss Fröhlichkeit in ihre Songs packen und dieses auch verbal mit Schlagworten wie „positive Grundeinstellung“ und „gegen die allgemeine Negativität und Schwarzmalerei“ untermauern. Ein wenig geht die freche Rotzigkeit der früheren Alben verloren, allerdings wird der Fan weiterhin mit einer Überdosis an Thrashriffs weiterhin in der Spur gehalten.

Und wenn hier schon die New Jersey-Thrasher ins Spiel gebracht wurden, so verstärken Godslave  dieses auch mal locker mit „Burn You All“, wo „Zunge raus“-Thommy gesangsmäßig in bester Blitz-Manier screamt und seine Hintermannschaft im zackigen Thrashtempo davon prescht, immer wieder mit groovenden Sitzfleisch für Abwechslung sorgt, wo die Bassdrum das Adrenalin förmlich in die Notenvenen pumpt und die Klampfen geschwind durch das Thrasherfleisch sägen. Mehr davon, aber schnell, und genau das liefern die Saarbrücker Herren denn auch fast durchweg aus. Gut, man kann natürlich über das in deutsch verfasst „Jetzt erst recht“ herziehen oder es als nette Spassbonusnummer in einen Pott wie seinerzeit „Vodcarnivore“ werfen – oder ein weiterer Beleg einfach dafür, dass sie wirklich mit jeder Menge augenzwinkerndem „Have Fun“ bei der Sache sind.

Die erste Hälfte der CD ist dann auch eindeutig vom Wechselspiel von straightfiesen Riffmassakern und groovigen Ausritten geprägt. Mit „Full Force Forward“ wird auch gar nicht erst lange herumgefackelt, sondern im Uptempo losgeballert, ein kurzer Instrumentalpart grätscht kurz wie eine Zäsur dazwischen und hätte mit einer Zither wahrscheinlich sogar mehr Flair intus und würde den Spaßfaktor noch unterstreichen. Auch wenn sie wie in „Refuse To Bow“ ein gehöriges Tempo vorgeben, so gehen weder melodische Feinheiten in den Riffattacken unter noch wird der Midtempomoshpart vergessen, auch wenn zügig wieder die Doublebass das nächste Schreddergewitter einleitet. Auch der Titeltrack „Reborn Again“ gehört zu den Uptempo-Nummern, der teilweise von der Doublebass getrieben ordentlich aufheizt und mittendrin mit einem fetten Moshpart zum präsenten Ausdruckstanz auffordert.

Im zweiten Teil des Longplayers kommen dann ein paar „Experimente“ zum Vorschein. Ganz vorne dabei ist dann „Thrashed To The Max“ mit von und zu Kultfigur Bud Spencer – der Kerl ist als Intro und Outro vertreten: „Komm her, du musst es ja mal lernen“ . Und schon ist klar, wie man auf die Backpfeifen-Tour kommt, da hört man förmlich das Klatschen der Ohrlaschen aus den digitalen Spuren heraus. Mit „Rock On, Man“ machen sie erneut im weitesten Sinne auf Status Quo aufmerksam – man erinnere sich auch an die Cover-CD „Whatever We Want!“, wo man sich wie hier eher durchrock'n'rollt und so locker vom restlichen Material heraussticht. Und wenn man noch einen Beleg für ein bisschen verrückte positive Botschaft sucht, dann ist dass das Benny-Hill-Gedächtnis-Banjo in „Instrumental Illness“.

Green Zone Music thrashen am Puls der Zeit, will man meinen: Eradicator mit ihrem neuen Album „Into Oblivion“, Godslave mit dem hier vorliegenden, vom Titel auch irreführenden „Reborn Again“ - waren ja gar nicht weg vom Fenster -, und schon hat man im Thrashwonnemonat März gleich zwei VÖs mehr auf seinem Wunschzettel. Wie, noch nicht erledigt? Zack jetzt aber, Thrasher sollten nicht mehr lange gebeten werden.

comments powered by Disqus

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei