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Godhatecode: Weltenschmerz

Voll auf die zwölf
Wertung: 7.5/10
Genre: Old School Death Metal
Spielzeit: 38:05
Release: 13.04.2012
Label: Noisehead Records

Auch wenn man eventuell mit der Band GodHateCode im ersten Moment nichts anfangen kann, haben die Gruppen, aus denen sich die Mitglieder rekrutieren, in der Szene schon allesamt für Aufsehen sorgen können. Da gibt es mit Pelle Ekegren an den Drums ein ex-Grave-Mitglied und Gitarrist Wolfgang Rothbauer spielt bei Disbelief. Der zweite Gitarrist, Lukas Haidinger, zockt sonst bei Ultrawurscht und Sänger Armin Schweiger sowie Basser Phillipe Seil spielen bei Distaste. Die Gruppe kann man ja fast schon als All-Star-Combo bezeichnen.

Nachdem nun die Wurzeln geklärt sind, wird es Zeit sich der Musik des Quintetts, das in klassischer Formation auftritt, zu widmen. Old-School-Death-Metal haben sie sich auf die Fahnen geschrieben und den spielen sie auch, und zwar vom ersten bis zum letzten Ton. Das ganze Album ist eine Kriegserklärung an Harmonien und Melodie. Von „Ich bin Krieg“ bis „ Värdighetens Avgrund “ geht die österreichisch-schwedische Combo nicht vom Gaspedal und macht keine Gefangenen. Wie auf der bandeigenen Facebook-Seite zu lesen ist, war die Grundüberlegung hinter dem Projekt, dass nichts auf das Album kommen soll, was nicht bösartig oder brutal klingt. Dieses Ziel hat die Band erreicht. Alle Songs sind sehr brutal und schnell, mit Ausnahme der letzten Nummer „Todessog". Dafür klingt diese extrem bösartig.

In typischer Death-Metal-Manier knüppeln sich GodHateCode durch die Lieder. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig bei den brutal klingenden Gitarren und dem Gesang von Armin Schweiger. Das Schlagzeugspiel von Pelle Ekegren rutscht dagegen sogar leicht in den Hintergrund. Die Ausnahme ist die Snaredrum, die sehr dumpf den Rhythmus vorprügelt. Meist konzentrieren sich die Klampfer auf High-Speed-Riffs, doch ab und an gibt es auch Gitarrenläufe und sogar das eine oder andere Solo, wie zum Beispiel auf „Beuteschema Überdruss“. Dabei wird aber nie die Leitlinie aus den Augen gelassen. Brutal und schnell sind zwei ganz wichtige Wörter, wenn man die Musik der Gruppe beschreiben will.

Viel Platz für Spielereien bleibt dabei nicht. GodHateCode konzentrieren sich auf brutalen Death Metal und weichen keinen Deut davon ab. Für eingefleischte Todesblei Fans dürfte das eine kleine Offenbarung sein, für alle anderen wird es wahrscheinlich etwas zuviel des Guten. Alle, die es richtig dicke brauchen, sollten sich das Teil unbedingt einmal anhören. Das Album ist kompromisslos, direkt und geht voll auf die zwölf. Damit dürfte es genau den Geschmack der Szenejünger treffen.

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