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Godcomplex: Ashen Empire

Dimmu Borgir, In Flames und Testament zusammen in der Kneipe
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal / Death Metal / Black Metal
Spielzeit: 27:47
Release: 01.04.2011
Label: Eigenproduktion

Eine Mischung aus Death Metal, Black Metal und Thrash Metal – das klingt jetzt im ersten Moment nicht sonderlich berauschend oder gar neu. Der erste Gedanke geht eher in die Richtung Stilverwurstelung hoch zehn, doch wie so oft trügt auch hier der erste Schein. Godcomplex legen mit ihrer Eigenproduktion „Ashen Empire“ nämlich schon ein durchaus interessantes, wenn auch nicht immer ganz hundertprozentig ausgereiftes Werk vor. Doch eins nach dem anderen.

Auffällig ist das Coverdesign der CD, denn es erinnert irgendwie an „For All Tid“ von Dimmu Borgir. Nur ist es grüner. Leicht mystisch und etwas geheimnisvoll wird noch nicht zu viel über das Album verraten. Aber ein Verdacht drängt sich jetzt bereits auf: So einfach in eine Schublade schieben lassen wird sich die Scheibe nicht. Und dieser Verdacht wird sich erhärten. Liegt der Rundling nämlich erst einmal im Scheibenschacht, dann wird dem Zuhörer zunächst schwindelig, wenn er versucht, die Musik der Band zu kategorisieren. Zu schnell wechseln die Stile, ver- und entmischen sich wieder oder gehen ganz andere Wege. Deutlich hörbar ist jedenfalls die Tatsache, dass die verschiedenen Bandmitglieder auf unterschiedliche Musik stehen, wie sonst sollten die Songs der Truppe so wenig homogen ausfallen. Wobei wenig homogen hier als Lob gemeint ist.

Als extrem funktionelles Mittel erweisen sich die Wechsel zwischen den verschiedenen Spielarten. Mit einer Leichtigkeit springen die Musiker von einem Stil zum nächsten, nur um im darauf folgenden Schritt einfach alles zu mischen. Dabei kann man das Intro „Into The Void“ getrost außen vor lassen. Die knapp zwei Minuten nichtssagendes Gedudel schaffen es beinahe, dass man das Teil gleich wieder auswirft. Das wäre sehr schade, denn die restlichen fünf Lieder sind durchaus hörenswert. Egal, ob man das düstere „Wake Of Devastation“ oder eines der anderen Lieder betrachtet, alle haben ihren eigenen Charakter und bestechen durch eine frische musikalische Aufbereitung. Selten erwartet man stattfindende Wechsel in den Songs und wenn man sie erwartet, dann niemals so, wie sie dann kommen. Godcomplex haben ihre Musik dahingehend ausgerichtet, das weniger die Hooklines im Vordergrund stehen als der ganze Song. Das tut der Musik auch sehr gut, denn dadurch wirkt sie neu und unbekannt. Leider enthält die Scheibe nur fünf Lieder (das Intro zählt nicht als Lied). Es wäre schön, der Band weiter auf ihrer Reise durch die verschiedenen Musikstile folgen zu können. Auch die Breite der dargebotenen Emotionen erstreckt sich recht weit. Von den Klassikern Hass und Angst bis hin zu einer gewissen morbiden Neugier dehnen sich die Empfindungen, die die Band mit ihren Songs vermittelt, aus.

Im Vergleich zu so mancher gehypter und promoteter Band brauchen sich die Metaller von godcomplex vor nichts zu verstecken. Der Umstand, dass die Scheibe auch noch recht anständig klingt, erweist sich als weiterer Segen, der eindeutig für den Rundling spricht. Ansprechend dürfte das gute Stück vor allem für experimentierfreudige Death-Metal-Fans sein. Aber nicht nur Death-Metaller, sondern jeder, der auf die härtere Tour steht, sollte einmal ein Ohr riskieren.

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