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God Module: The Magic In My Heart Is Dead

Spoooooky...
Wertung: 8/10
Genre: Dark Electro
Spielzeit: 47:10
Release: 19.02.2010
Label: Out Of Line

Endlich ist es geklärt – das erstmals 1999 gesichtete Gottmodul ist nichts Mechanisches. Wenigstens nicht gänzlich, denn sonst würde die neue EP sicherlich nicht „The Magic In My Heart Is Dead“ heißen. God Module, ein derzeit in Washington beheimatetes Dark Electro-Projekt, meldet sich drei Jahre nach der letzten Veröffentlichung – dem Album „Let’s Go Dark“ - mit einer neuen EP zurück, die erneut melodischen, tanzbaren, aber vor allem geisterhaft-atmosphärischen Electro verspricht.

Das langgezogene Intro des Openers und Titelsongs „The Magic In My Heart Is Dead“ überzeugt von der ersten Sekunde an: Sehr stimmungsvolle Piano-Klänge vereinen sich mit geisterhaften Flächensounds, die nach und nach um weitere Elemente ergänzt werden, wie mysteriöse, aus dem Noise-Bereich entlehnte Beatelemente, symphonische Orgelklänge und sehr dezent eingesetzte, verbittert wirkende Vocals. Der erste Track mag etwas ruhig gehalten sein, doch „A Minute To Midnight“ setzt bereits ganz andere Akzente: Auch hier hat man zwar keinen wahnsinnigen Uptempo-Song, aber das Tempo hat deutlich an Fahrt aufgenommen, der Beat ist kraftvoller und straighter geworden, während die Synths, immer noch atmosphärisch und melodisch, ebenfalls groovender ausgefallen sind.

Der schlicht mit „Art“ betitelte Track Nummer drei lebt vor allem von den stark verzerrten Vocals – mutet dieser Song zu Anfang durch das sehr ruhige Intro erst etwas ambienter an, entwickelt er sich jedoch schnell zu einem treibenden Tanzflächenfüller, dessen Energie speziell im Refrain nahezu greifbar wird. Die wuchtigsten Bässe, die tiefsten und drückendsten Sequenzen und den aggressivsten Gesang vermag der Hörer allerdings erst bei dem Song „Skeptical“ zu vernehmen, welcher gekonnt eine apokalyptische Stimmung mit melodischer Tanzbarkeit verbindet. Besonders hervorragend ist die Atmosphäre des Tracks ausgefallen – zwar sind verzerrte Vocals und Promobilder mit Gasmasken keine Seltenheit im Dark Electro-Genre, allerdings hat man bei diesem Song wirklich mal das Gefühl, der Urheber der Vocals würde sich in einer zerstörten Welt befinden und durch eine Gasmaske atmen und sprechen.

Weniger melodisch und eher auf einen groovenden Beat ausgelegt ist der letzte neue Track „Me! I Disconnect From You“, der neben dem Opener als einziger Song nicht noch in Form eines Remix‘ zusätzlich auf der EP ist. Die übrigen drei Songs finden sich nämlich noch in diversen Alternativ-Interpretationen auf der EP, von denen vor allem der Remix der Labelkollegen Ashbury Heights hervorzuheben ist, der durch eine angenehme Melodie besticht.

Die neue EP von God Module liefert wiedermal genau das, was sie verspricht – Atmosphäre, Melodie, Momente zum Träumen und tanzbare Passagen. Der ein oder andere Remix wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, aber alles in allem kann die EP überzeugen und macht Lust auf mehr.

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