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God Module: Seance

Zeit, die Geister zu rufen
Wertung: 9/10
Genre: Gothic
Spielzeit: 53:47 + 30:58
Release: 07.10.2011
Label: Out of Line

Sie sind wieder da, die Horror-Elektroniker aus den USA. Die Rede ist natürlich von God Module, die wieder einmal beweisen wollen, dass es sich auch elektronisch gruseln lässt. Sie laden zu einer „Seance“ ein und nennen auch ihr Album direkt so. In zwölf Kapiteln wollen sie das Fürchten lehren und wem das noch nicht reicht, der erhält das Album auch in einer exklusiven 2-CD-Digipak-Version. Die zweite CD ist die EP „Rituals“ und beinhaltet insgesamt fünf Remixe des Tracks und zwei weitere Songs („Devils Night“ und „Remember“), die auf der eigentlichen CD in ihrer Urform wiedergefunden werden.

Es beginnt alles mit einer Geisterbeschwörung; mit Hilfe des „Ouija“-Bords werden die Geister angerufen. Die Stimmung, die der erste Track heraufbeschwört, ist nur als absolut passend zu beschreiben. Der Beschwörung folgen paralysierende Bässe, stereotype Vocals rufen das Bord an und ein harmonischer Hauptteil folgt. Es klingt so gar nicht zum Gruseln, aber die Sinne sind gespannt, ein Gefühl des Zusammenhalts kommt auf, ähnlich dem, wenn man mit am Ouija-Bord sitzen würde.

„Devil’s Night“ geht etwas rüder ans Werk und zeichnet die Nacht des Teufels als Clubstück auf. Der Song geht direkt ins Blut und macht Spaß. Die Vocals stehen anfangs im Hintergrund, kommen erst später verzerrt zum Vorschein, aber sind wunderschön unterlegt durch weibliche, unverzerrte Stimmen. Bei der Teufelsfrage war eben schon immer das Gretchen ganz vorn mit dabei. Der Track ist klasse, hat einen Wiedererkennungswert, wobei auch hier das Gruseln zu kurz kommt. Inhaltlich beschäftigen sich alle Songs mit den paranormalen Ereignissen, und diese wirken nach. „Doppelgänger“ beschäftigt sich zum Beispiel mit der Rückkehr der Toten, durchgängig ist ein Pfeifen zu vernehmen, und spielt man das Stück im Dunkeln ab (was bei dieser Jahreszeit nicht schwer ist, gefühlt wird es eh nicht mehr hell), kann einen das Grauen schon packen. Hier haben die Horror-Elektroniker Maßarbeit geleistet.

God Module sind aber auch Perfektionisten. Nicht nur, dass jeder Track inhaltlich immer wieder zurück zum eigentlichen Thema „Seance“ führt, auch das gesamte Artwork ist bis aufs Feinste ausgearbeitet. Der Stil erinnert an die viktorianische Gothic-Novel, an Edgar Allan Poe und Mary Shelley. Textlich meint man auch Lord Byron oder John Polidori wieder entdecken zu können. Im Ganzen könnte diese CD auch der Wetteinsatz der finsteren Nacht in der Villa Diodati 1816 gewesen sein. Jene Nacht, in der Mary und Percy Shelley, John Polidori und Lord Byron sich gegenseitig Gruselgeschichten vorlasen und vereinbarten, dass im Anschluss jeder eine eigene Gruselgeschichte schreiben solle - die Nacht, in der „Frankenstein“ entstand.

Somit schaffen die Amerikaner mit ihrem Werk „Seance“ nicht nur eine CD mit Geschichten zum Gruseln, zum Nachdenken, sondern auch ein Album, das auch jenseits der Elektrowelt Gefallen finden müsste. In der Elektrowelt ist dieses Werk ein absolutes "Must-Have" mit harschen Tönen, subtilen Bässen, verzerrten Vocals und dann noch Texten, die zum wieder und wieder Lesen und Hören einladen.

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