Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Goat The Head: Simian Supremacy

Steinzeit war gestern
Wertung: 3.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:23
Release: 20.11.2007
Label: Tabu Recordings

Jetzt gehen wir zurück in ein Land lang vor unserer Zeit … Wir sehen vier junge Männer, in Felle gekleidet und ein bisschen blutverschmiert auf einem Baum hocken. Wir befinden uns in der Steinzeit und hören die Mucke der Urzeit-Höhlenmänner, von der Band selbst „Primal Cavemen Death Metal“ genannt. Na, dann bin ich ja mal gespannt…

Musikalisch haben es die Jungs aus Norwegen echt auf dem Kasten. Die Norweger bieten Death Metal, der in technischen Fahrwassern sein Zuhause gefunden hat. Nichts überirdisch geniales, aber durchaus solides Zeugs mit schönen Momenten. Soweit zum Positiven. Doch alles hat sein Für und Wider, und so kommt zusammen, was nicht zusammen gehören sollte. Denn gewöhnungsbedürftig sind und bleiben diese Gesangslinien. Vielleicht sollen diese bewusst natural-maskulin wirken … mag sein, doch auf mich wirken diese Art der Growls lediglich abtörnend, manche nennen so etwas auch Nicht-Vermögen.

Grillenzirpen, dann stimmen die Gitarren mit ein und die Drums geben erste Lebenszeichen von sich, dazu steinzeitliches Gebrüll …soviel zum „Intro“. In „Terminal Lesson“ weiß man dann sofort, ob man den Sound dieser Jungs nun mag oder eher nicht. Musikalisch bewegt sich alles durchaus im grünen Bereich, doch diese Vocals … die wirken dann auch mich doch allzu steinzeitlich. Tiefes, prähistorisches Growlen, nicht guttural, sondern primitiv. Ob dies die gewollte Masche der Herren ist, sei dann mal dahin gestellt.

Da übergibt man sich zum Ende von „Crater Of Excarnation“, gurgelt sich in „Bone Throne“ den Wolf und so allmählich, auf die Dauer des Albums betrachtet, geht das Organ des Sängers Per schlichtweg tierisch auf die Nerven. Und damit geht auch leider das unter, was Ketil (Gitarre), Snorre (Bass) und Kenneth (Drums) zur musikalische Unterstützung leisten. „Blood (Armed Evolution)“ ist ein sehr schönes Beispiel dafür, was die Herren an den Instrumenten auf dem Kasten haben. Doch auch hier wird alles wieder kaputt „gesungen“. Ein sehr schönes Gitarrenarrangement findet sich des weiteren noch ausgangs „Heinous Hand“, während dessen Per dann schönerweise auch mal ruhig ist.

Den Gitarrensoli wurden bei der Produktion der Scheibe viel zu wenig Platz eingeräumt. In „Bone Throne“ sind sie - wie auch viele sonstige nett anzuhörende Arrangements – zu sehr in den Hintergrund gemischt worden, was ziemlich schade ist. Aus diesem Grunde plätschert das Material auch ziemlich an einem vorbei und man nimmt viel zu wenig wahr von den musikalischen Fähigkeiten der Jungs - schade.

Fazit: Mit einer anderen Tonlage des Sängers hätte diese Scheibe eindeutig mehr Durchschlagskraft gehabt. Halbnackte Männer in Fellen auf einem Baum hockend mögen in einem anderen Zusammenhang ja eine ganz nette Wirkung haben, doch dies hier ist nicht mehr als Durchschnittsbrei. Einen erwähnenswerten Song, der aus den anderen heraus sticht, kann ich leider auch nicht ausmachen. Daher kann ich diese Scheibe nur bedingt empfehlen – Steinzeit war halt gestern.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna