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Goat The Head: Doppelgangers

Mal was Neues: Death Metal aus dem Neandertal
Wertung: 8/10
Genre: Contemporary Primal Caveman Death Metal
Spielzeit: 38:00
Release: 13.09.2010
Label: Aftermath Music

Der erste Eindruck des CD-Covers erinnert irgendwie an eine Mischung einer Kiss-Platte und einer Hülle einer Reo Speedwagon Scheibe, zumindest auf den allerersten Eindruck. Beides ist allerdings weit gefehlt. Auf den Silberling, der auf den Namen „Doppelgangers“ hört, ist Death Metal gebannt, und zwar äußerst primitiver, und von Höhlenmenschen wird er auch noch gemacht. Das proklamiert zumindest die Band Goat The Head selbst so.

Verschwindet die CD einmal im Schacht und die ersten Takte von „Neolithic Rocket Science“ klingen an, dann ist sofort klar, was Sache ist. Es geht um Death Metal, direkt und voll in die Fresse. Per Spjotvold growlt sich die Seele aus dem Leib, das Schlagzeugspiel von Kenneth Kapstad gleicht einer in Raserei gefallenen Büffelherde. Die eingängigen und knallharten Lieder winden sich durch den Gehörgang direkt ins Hirn und aktivieren den Schüttelmechanismus. Die für Death Metal-Verhältnisse fast schon spektakulär abwechslungsreiche CD der vier Musiker aus dem norwegischen Trondheim könnte durchaus einiges an Aufsehen erregen. „Doppelgangers“ ist bereits das dritte Album der Normannen. Bereits 2006 veröffentlichten sie das Mini Album „Neander Tales“, auf das 2007 das erste Full-length-Album „Simian Supremacy“ folgte. Später in 2007 veröffentlichten Goat The Head ein gelungenes Video namens „Darwinian Minions“, welches auf Youtube angesehen werden kann. Die Norweger sind äußerst kreativ und arbeitsam, was man auch an den Songs des vorliegenden Albums spüren kann.

„Neolithic Rocket Science“ ist wie geschaffen als Opener für "Doppelgangers". Wegweisend stellt sich das Lied allen anderen voran und zeigt mit seiner aggressiv-energischen Art, auf was man sich als Zuhörer einstellen muss.

Mit „Uncanny Valley Clan“ schlägt ein Mid-Tempo-Stampfer auf, der zum Haareschütteln einlädt. Markant ist das Gitarrensolo von Ketil Saether. In der zweiten Songhälfte nimmt das Tempo dann einmal Fahrt auf, um aber sogleich wieder in Midtempo Death Metal umzuschwenken.

Ganz anders läuft der Hase bei „This Tube Is The Gospel“. Der Song beginnt relativ schnell, hat aber einen ultrageilen Chorus und immer wieder eingestreute (Soul?)-Female Vocals. Eine echt interessante Mischung, die es nicht wirklich oft gibt.

Track vier, namentlich „Salt“, ist dann eher gitarrenorientiert, mit einem schönen Riff und schnellen Stakkato-Vocals. Positiv fällt die trotz Growlgesang breite Stimmvariation des Front-Höhlenmenschen auf.

„Bestial Domestication“ greift den gleichen Stil wie „Salt“ auf, jedoch mischen sich Backingvocals unter die normalen Vocs. Diese geben dem Titel dann auch gleich einen Extradrive.

Die schnellere Hälfte auf „Doppelgangers“ leitet „The Hunt Is On (Sexy Son)“ ein. Bei diesem Stück kommt das saubere Bassspiel von Trond Frones besonders schön zur Geltung, da selbst bei schnellen und vielen Anschlägen nichts schwimmt.

Mit 2.03 min Spielzeit ist „Reveille“ das kürzeste Stück der Langrille, dabei erinnert es fast etwas an Cannibal Corpse. Es ist immer wieder interessant anzusehen, wie wandlungsfähig die Combo ist.

„Stirring the Enigmatic Appetite“ markiert eine weitere Perle auf dieser Scheibe. Wahre Trommelgewitter spielen sich mit Maschinengewehr-Gitarrensalven den Ball zu und zwischendrin brüllt einer wie verrückt. Willkommen im Death Metal. Nichts anbrennen lassen Goat The Head auch mit „The Ubiquitous Cube“. Nicht mehr ganz so schnell wie die direkten Vorgänger, dafür mit vielen Tempowechseln.

Den Abschluss der CD macht „Primal Caveman Death Metal“ und lässt den Zuhörer genau da aussteigen, wo er beim ersten Track eingestiegen ist: Melodischer, roher Death Metal. Rein und ungepanscht. Goat The Head haben mit “Doppelgangers“ ein sehr beachtliches Werk vorgelegt und der weitere Werdegang der Band bleibt zu verfolgen.

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