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Glorior Belli: Sundown (The Flock That Welcomes)

Ein starker Schritt zurück
Wertung: 8,5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:59
Release: 06.05.2016
Label: Agonia Records/ Soulfood

Mit ihrem aktuellen Werk "Sundown (The Flock That Welcomes)" wollen Glorior Belli nach eigenen Angaben wieder ein Stück  zurück zu ihren Wurzeln, was bedeutet, dass man sich wieder mehr dem Black Metal zuwenden möchte. Ist also eine komplette Abkehr vom eigenen Sludge-Doom-Black-Metal-Stil zu erwarten? Kurze Antwort vorneweg: Nicht ganz. Glorior Belli, bestehend alleinig aus Investvvs, legen ein Album vor, das man, sollte man es einem Genre zuordnen wollen, ruhigen Gewissens in die Black-Metal-Schublade stecken kann. Allerdings werden die Genregrenzen oftmals überschritten, was dem Werk äußerst gut tut.

Der erste Song "Lies-Strangled Skies" legt gleich mal ordentlich Tempo vor: Blastbeats, Gekeife und gekonnt platzierte Gitarrenmelodien. Starker Black-Metallastiger Auftakt, der Lust auf mehr macht. Das folgende "World So Spurious" macht genau da weiter, wo der Opener aufgehört hat, drückt im Vergleich zu diesem aber schon etwas auf die Bremse. Dieser Eindruck entsteht schlicht dadurch, dass die Blastbeats stellenweise durch langsamere Abschnitte unterbrochen werden. Dies ist keinesfalls negativ zu sehen. Sorgen diese Verschnaufpausen doch schon zu Beginn des Albums für eine angenehme Abwechslung. "Rebels In Disguise" geht nun in eine doomig-groovende Richtung. Starkes Lied, das mehr Rock’n’Roll als Black Metal ist, besonders im Ohr bleibt hier der Refrain.

Bedächtig, fast schon majestätisch, beginnt "Thrall of Illusions", bevor auch hier wieder an Tempo zugelegt wird. Rockige Elemente wechseln sich mit Blastbeats und Leadmelodien ab. Sehr stimmungsvoll ist das morbide anmutende Outro, das direkt zum Titelsong "Sundown (The Flock That Welcomes)" überleitet. Dieser gibt Vollgas und wird nur durch ein kurzes gesprochenes Intermezzo unterbrochen. Das sich mehrmals wiederholende und wunderbar geröchelte "Sundooown!" eignet sich perfekt zum Mitgrölen bei Live-Auftritten.

"Satanists Out Of Cosmic Jail" hat definitiv den interessantesten Titel. Das dazugehörende Lied ist ein reines Black Metal Stück im Hochgeschwindigkeitsbereich. Gleiches gilt für "Upheaval In Chaos Waters". Beides solide, kurzweilige Stücke, die jedoch hinter dem bis dahin Gehörten etwas abfallen. Den würdigen Abschluss bildet "We Whose Glory Was Despised", das wieder verschiedene Tempi vorweist und im dritten Viertel sogar etwas schleppend daherkommt, wodurch die düstere Stimmung des gesamten Werks noch einmal unterstrichen wird.

Insgesamt ist Glorior Belli ein sehr starkes und abwechslungsreiches Album gelungen, welches sein enorm hohes Niveau leider nicht bis zum Schluss halten kann, wo es „nur noch“ gut ist. Puristische Schwarzmetaller werden wohl ihre Schwierigkeiten mit "Sundown (The Flock That Welcomes You)" haben, für Freunde des extremen Metals, die das Genredenken auch mal ausblenden können, lohnt es sich definitiv, einmal in das aktuelle Album von Glorior Belli reinzuhören.

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