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Gloria Morti: Eryx

Vielversprechend!
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Black- , Death Metal
Spielzeit: 40:27
Release: 09.05.2008
Label: Cyclone Empire

Eine „schmerzhaften Songwritingphase“ haben Gloria Morti hinter sich, um ihr zweites Album „Eryx“ im Studio von Gitarrist Juho Räihä aufzunehmen und im bekannten Finnvox Studio mastern zu lassen. Die fünf Finnen haben seit ihrer Gründung im Jahr 1999 nicht nur mehrere Posten innerhalb der Band umbesetzt, sondern auch ihren Stil von Thrash zu Death Metal geändert. Genauer gesagt zeigt sich die Band beeinflusst von Größen wie Zyklon oder Behemoth, so dass es nur passend ist, dass Zyklons Destructor bei „Sands Of Hinnom“ ein wenig soliert.

„Sands Of Hinnon“ ist ohnehin ein gutes Beispiel, um die Musik von Gloria Morti zu beschreiben. Hier wird auf die Drumfelle gedroschen, dass es eine wahre Freude ist. Dies geschieht aber recht facettenreich und wirkt somit nicht ermüdend. Dazu gesellen sich die brutalen Riffs, die sich perfekt zum Schädelspalten eignen. Jedoch tauchen immer wieder hochmelodische Gitarrenleads auf, die für die nötige Abwechslung sorgen. Großen Anteil daran hat auch Jenni Kemppainen, die Keyboarderin der Band. Denn Gloria Morti gehören der Gattung Bands an, die ihre Musik nicht unter einem allgegenwärtigen Keyboardteppich verstecken. Ganz im Gegenteil, das Keyboard wird nur an ausgewählten Stellen und sehr songdienlich eingesetzt. Sowas hört man nicht alle Tage, dafür meinen Respekt.

Im Prinzip ließe sich dieser obige Absatz fast auf das gesamte Album übertragen, denn wenn man dem finnischen Quintett einen Vorwurf machen kann, dann den, dass kaum einer ihrer Songs aus der (qualitativ hochwertigen) Masse heraussticht. Am ehesten tut sich da noch „Until The Wretched Whimper“ hervor, denn das tonnenschwere Riff erschlägt den Hörer förmlich und kommt dank der guten Produktion extrem druckvoll aus den Boxen. Hier haben sich die Jungs ein wenig an „Conquer All“ von Behemoth orientiert. Aber das ist halb so wild, denn schließlich haben diese für ihren Song jene Melodie von Anthrax' „Be All End All“ direkt übernommen.

Mit „Prophet Of Eosphorus“ versuchte die Band weiterhin, einen Song mit stärkerer elektronischer Schlagseite zu komponieren und man muss sagen, dass ihr das gut gelungen ist. Das Lied besitzt eine schwer zu beschreibende Atmosphäre, was wiedermal ein Verdienst des außerordentlich guten Keyboardspiels ist.

Fazit: Wenn man es kurz zusammenfassen will, kann man sagen „Die Band ist auf einem guten Weg!“. Die handwerklichen Fähigkeiten stimmen, die Produktion knallt ordentlich und abwechslungsreich sind die 11 Lieder (inkl. Bonustracks) auf „Eryx“ dank des guten Songwritings auch geworden. Was jetzt noch fehlt, sind die wirklich großen Songs, die sich dauerhaft in den Gehirnwindungen festsetzen. Wenn man aber bedenkt, dass das hier erst das zweite Album ist, darf man gespannt sein, wozu Gloria Morti in Zukunft noch in der Lage sind.

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