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Gloomball: The Distance

Energie vom Feinsten!
Wertung: 8,5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 51:00
Release: 26.04.2013
Label: SPV/Steamhammer

Es gibt Bands, die kennt man gefühlt seit der eigenen Geburt, hat sie schon zigmal live gesehen, aber keine einzige Platte von ihnen im Schrank stehen (tatsächlich? – Anm. d. Red.). Gloomball sind eine dieser Bands, mit denen die Schreiberin dieser Zeilen auch persönlich einiges verbindet. Irgendwie scheint es, als würde die Truppe immer dann in unmittelbarer Nähe auftreten, wenn es einem gerade besonders mies geht – insofern nicht schlecht, da die Musik der Mannheimer einen durchweg aufbaut und auch motiviert, frei nach deren „Rocky“-Cover „No Easy Way Out“.

Jetzt – und man muss sagen: endlich! – steht das Debütalbum „The Distance“ in den Regalen. Auf der Tracklist finden sich viele alte Freunde, wie beispielsweise das oben erwähnte Cover, das dynamische „Burning Gasoline“ oder „Hand In Blood“. Nach zwei Demos haben die Jungs nun auch verdienterweise einen Plattendeal bei SPV/Steamhammer abstauben können, die Demostücke „Hand In Blood“, „We Do Belong“, „Bitter Place“ und „Long Time Gone“ wurden neu eingespielt und haben es auf’s Debüt geschafft und auf Platte bringen die Fünf sogar noch mal einen Gutteil mehr Arschtrittpotenzial mit als auf der Bühne.

Nach einem begeisternswerten Einstand mit dem live schon oft gefeierten „Burning Gasoline“ folgt der Titeltrack. Sprachlosigkeit macht sich breit. Wahn-sinn. Mehr kann man dazu fast nicht sagen: Ultratraurig hebt der Refrain an, Sänger Alen zeigt sich von seiner besten Seite und tatsächlich – auch nach wochenlangem (!) Dauerhören hat der Song nichts, aber auch gar nichts von seinem Zauber verloren. Das muss man erstmal hinbekommen.

Ähnlich spannend, wenn auch sehr viel rauer kommt „Blown Away And Gone“ aus den Boxen, bei dem man, angefeuert durch das knallende Schlagzeug, kaum die Füße stillhalten kann. Das ältere „Bitter Place“ kann mit seinen perlenden, fast schon Gothic-lastenden und sehr dezent eingesetzten Keyboards fette Gänsehäute am Fließband produzieren, auch die restlichen Demosongs knallen, versehen mit einer deutlich wuchtigeren Produktion und transparenterem Sound, um einiges mehr als zu Entstehungszeiten.

Ganz zum Schluss überraschen Gloomball nach einem wahnsinnig energischen Album mit der Ballade „Living With My Tender Pain“, die nicht nur völlig aus dem Rahmen fällt, sondern auch noch ziemlich gut gemacht ist. Voller Energie und unter Strom wissen die Jungs aber dennoch mehr zu überzeugen.

Fazit: „The Distance“ rotierte nun einige Wochen im heimischen Sound-Wiedergabesystem, um sicherzustellen, dass kein vorschnelles Urteil gefällt werden kann – die anfangs bereits hoch eingestufte Bewertung hat sich aber nicht wirklich verändert. 8,5 Punkte gibt es für ein Debütalbum, das zwar nur knapp die 50 Minuten überschreitet, dafür aber keinen einzigen Aussetzer beinhaltet und durchweg sowohl produktionstechnisch als auch songschreiberisch begeistern kann. Jetzt wird erstmal die nächste Liveshow der Jungs angepeilt.

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