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Glenn Love: Cryptesthesia

Langweilig & unspektakulär
Wertung: 3.5/10
Genre: Electro, Industrial
Spielzeit: 49:29
Release: 05.09.2008
Label: Sonic-X

Glenn Love sagt selbst, dass seine Musik unter anderem dem Bereich des Ambients zugeordnet werden könnte – gleichzeitig heißt es aber auch, dass das neue Album „Cryptesthesia“ deutlich Club-orientiert wäre. Dann hören wir mal ob es die Industrial- / Dark Electro-Einflüsse vermögen Ambient-Klänge mit Club-Tauglichkeit zu verbinden:

Gleich nach Hören des Openers „Death Desire“ und des zweiten Songs „Schnee Von Gestern“ kann man reinen Gewissens behaupten, dass die Songs durchaus für die Tanzflächen geeignet sind, denn hier kommen massig Loops und stampfende Beats zum Einsatz. Viel mehr aber leider nicht – dies dürfte mit das größte Manko der CD sein: In den „schwarzen Clubs“ wird das Album sicherlich Einzug finden, in die heimischen Wohnzimmer jedoch kaum. Selbst der Titeltrack des Albums, „Cryptethesia“, der mit einer raffiniert verzerrten Stimme besticht, erscheint auf Dauer viel zu langweilig.

So zieht sich der Fluch durch das ganze Album – nicht schlecht gemachte Industrial Electro-Songs (von den anfangs genannten Ambient-Klängen ist übrigens nichts zu hören) geben sich der Reihe nach die Klinke in die Hand ohne jedoch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Auch der „Auto De Fe-Mi“x von „Oil Peak“ oder der „Wutklang-Mix“ des Songs „Airships“ reißt nicht viel raus – erneut zu viel Monotonie, Eintönigkeit, Langeweile. Zuletzt folgt noch ein Instrumental namens „Outskirts“, dass etwas mehr Melodien-bezogen ist und einen kleinen Lichtblick auf dem doch sehr einseitigen Album darstellt.

Ein weiterer Lichtblick ist die Single-Auskopplung „Hang On“, die durch geschickte Tempo-Variationen und andere gewitzte Spielereien Abwechslung in den Track bringt. Natürlich ist der Track ebenfalls tanzbar – Glenn Love zeigt hiermit, dass Club-Tauglichkeit nicht unbedingt auch gleich Eintönigkeit sein muss. Schade, dass er dies nicht öfter zeigt, denn möglich ist es doch, wie er selbst zeigt.

Schlussendlich kann man über dieses Album nur sagen „ganz nett“ – mehr leider nicht. Die Tracks sind im Grunde gar nicht mal schlecht gemacht, aber es gibt einfach zu viel bessere Acts, die den gleichen Stil noch besser anbieten. Da das Album dann noch schnell langweilig wird, kann man die Scheibe nur eingefleischten Clubgängern empfehlen, die solche Musik auch privat gerne hören und auch auf Parties Verwendung dafür haben.

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