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Glass Hammer: Perilous

Mehr als eine ständige Wiederholung alter Noten erwartet
Wertung: 6,5/10
Genre: Progressive Rock
Spielzeit: 60:39
Release: 19.10.2012
Label: Arion Records

Es gibt durchaus kontroverse Meinungen zum immer noch recht frischen, inzwischen aber längst etablierten Line-Up der amerikanischen Prog-Rock-Heroen von Glass Hammer. Während viele beklagen, dass die Magie der Anfangstage längst dahin ist, erfreuen sich wiederum andere über das nunmehr konstante Vorgehen der Herren Babb, Schendel, Shikoh und Davison. "Perilous" ist nun schon die dritte Platte im dritten Jahr und der Beweis dafür, dass sich die neue Besetzung gefunden und vor allem in kreativer Hinsicht eine Menge anzubieten hat. Doch all dies wäre sicherlich noch entsprechend mehr der Rede wert, wenn die Band nach einer etwas längeren Dürrezeit auch mal wieder einen treffenden Akzent in der internationalen Prog-Rock-Landschaft hinterlassen würde.

Knapp 20 Jahre nach dem Release des Debütalbums "Journey Of The Dunadan" steht die Band nämlich wieder vor einem großen Fragezeichen: Wo soll es hingehen? Wie kann man den Sound weiterentwickeln, ohne die typischen Trademarks abzulegen? Und wann kann man eine eher dezent modifizierte Variante eines vorherigen Albums noch als frischen Erguss bezeichnen, wann wieder eher nicht? "Perilous" ist in seiner Antwort zumindest so deutlich, dass man konstatieren muss, dass das Quartett ihren Kompositionen eine nachhaltige Signatur verpasst hat. Gerade in den mehrstimmigen Gesängen und beim Aufbau der immer wiederkehrenden Harmonien trägt auch das Material der neuen Scheibe eine ganz klar definierte Handschrift. Doch ebenso muss man den Musikern kritisch entgegnen, dass sie ihr fortschrittlich verwertbares Pulver langsam aber sicher verschossen haben und die eher abgedroschen eingeworfenen Breaks innerhalb der Arrangements immer mehr zur Alibi-Begleiterscheinung werden. Schon längst hat man sich daran gewöhnt, ja vielleicht sogar resigniert, dass Glass Hammer keine wirklich packenden Melodien mehr in ihre Songs einbauen. Des Weiteren erwartet man auch schon längst keine neoproggigen Ausflüge mehr, die den eher symphonisch ausgerichteten Sound wieder mit Leben füllen können. Und dennoch bekommt man letzten Endes genau das, was man vorher befürchtet hat, nämlich eine Band, die sich über weite Strecken selber zitiert, lieber den sicheren Weg einschlägt, das Risiko scheut und sich schließlich selbst immer austauschbarer macht.

Nun sind die Kompositionen von "Perilous" im Grunde genommen gar nicht so schlecht, wie es auf den ersten Eindruck erscheint. Doch die stete Abfolge der gleichen Schemen, unterbrochen durch ein paar eher anstrengende Interludien folgt genau jenem Weg, der "IF" schon zu einem zweifelhaften Vergnügen machte, nur eben dass diesmal nicht ganz so viele Längen eingebaut wurden. Somit bleibt positiv sicherlich festzuhalten, dass sich die Herren kompakter fassen und sich nicht zu sehr in ihren eher unspektakulären Instrumental-Abfahrten verlieren, womit "Perilous" am Schluss vielleicht eines der am leichtesten zugänglichen Alben der Bandgeschichte geworden ist. Doch wem ist hiermit geholfen, wenn Nummern wie "In That Lonely Place" und 'Where Sorrows Died And Came To More" nicht mehr sind als standesgemäßer Prog-Durchschnittt, noch flankiert vom lästigen Zwischengeplänkel in Nummern wie "The Wolf Gave Chase" und "We Fell At Last"? Lediglich in "The Sunset Gate" und dem von feinen Wechselgesängen dominierten "Our Foe Revealed" finden Glass Hammer zur Bestform und bestätigen zumindest, dass ihre Qualitäten nicht weggespült wurden. Doch von einer Band, die schon so lange am Start ist, darf man einfach mehr erwarten als eine ständige Wiederholung alter Noten - und das ist hier leider nicht durchweg gegeben.

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