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Glamour Of The Kill: Savages

Trotz Mainstream-Background trifft es voll ins Schwarze
Wertung: 9/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 44:00
Release: 20.09.2013
Label: Steamhammer / SPV

Nicht erst seit ihrer aktuellen Tour mit Papa Roach sind Glamour Of The Kill eine der meist versprechenden Modern-Rock-Bands auf dem ganzen Planeten. Mit ihrem zweiten Album "Savages" bereitet sich die Truppe nun auf einen anhaltenden Höhenflug vor, den vor allem Fans von Atreyu und Story Of The Year mit Begeisterung verfolgen dürften - denn die Mischung aus Emo-Core, Punk Rock und melodischem Metal hat seit keinem Album nach "Lead Sails Paper Anchor" mehr so gut funktioniert wie auf diesem Zweitling.

Der neue Silberling der britischen Senkrechtstarter ist die Blaupause eines Mainstream-Metal-Albums, bringt alle gängigen Trends mit, sperrt sich auch nicht bewusst gegen populäre Muster, trifft aber genau deswegen auch voll ins Schwarze. Die Band tut, was ihr am besten gefällt, und wenn es sich dabei eben um laute, einprägsame Chöre zum Miträllern handelt, ist es auch ganz recht - und es funktioniert. Ein Song wie "Second Chance" wird dem traditionellen, konservativen Hörer wahrscheinlich zum Halse heraushängen, weil er auf Massentauglichkeit ausgerichtet ist. Eine simple Melodie, ein bisschen „oh-oh“, dazu auch Texte, die jeder sofort Mitbrüllen kann - ja, das mag polarisierend sein. Wenn man sich aber selber dabei ertappt, wie man die Energie aufsaugt, die in diesen Song gepumpt wurde und irgendwann auch selber unbeschwert mitsingt, haben Glamour Of The Kill eigentlich alles erreicht.

Simple Arrangements auf Basis bekannter Strickmuster sind auch das probate Mittel in den nachfolgenden Songs, melodische Gitarren und der allseits beliebte Wechsel aus clean-Gesang und deftigen Shouts die passende Untermalung. Immer wieder denkt man, dass es so einfach doch gar nicht sein kann, dass irgendwo doch auch mal etwas Unkonventionelles passieren müsste, damit "Savages" sich stilistisch ein bisschen abhebt. Aber es geschieht nichts, und das ist auch gerade gut so, denn die Refrains sind fett, die Energieleistung ist gewaltig, das Material ist stark, und wer die Band live gesehen hat, wird auch wissen, dass sie auf den Bühnen sogar noch einmal zulegen kann. Es sollte eigentlich verboten sein, eine Band mit einem derartigen Mainstream-Background so heftig abzufeiern. Doch Glamour Of The Kill und ihr neues Album lassen einem keine Wahl - geil.

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