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Give Em Blood: Seven Sins

Deftig, aber bestimmt erst die Spitze des Eisberges
Wertung: 7.5/10
Genre: Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 31:56
Release: 07.09.2012
Label: Bastardized Recordings

Give Em Blood – der Name mutet schon kämpferisch an, man sieht blutende Nasen, hört brechende Knochen und Kriegsgebrüll. Privat sind die Österreicher bestimmt wahnsinnig knuffig, auf Platte sind sie einfach nur wahnsinnig. Und laut. Und hart. Eine Abrissbirne in Reinkultur, wenn man so möchte. Dabei haben die Jungs bei ihrer Gründung vor drei Jahren vor allem eine Mischung aus Hardcore und Black Metal gespielt, mittlerweile musste dieser Mix allerdings dem unausweichlich brachialen Hardcore mit leichten Metalcore-Einflüssen weichen. Kein Wunder, dass sie nur durch die Veröffentlichung eines einzigen Tracks so auf sich aufmerksam machen konnten, dass Bastardized Recordings sich der Truppe annahm. Folglich steht nun das Debütalbum „Seven Sins“ in den Regalen, bereit, um Nasen zu brechen.

Man ist ja mittlerweile so ziemlich alles aus der Core-Ecke gewöhnt: Black Metal mit Hardcore, Death Metal mit Hardcore, Power Metal mit Hardcore, Hardcore mit Nintendogepiepse – es gibt nichts, was es nicht gibt. Der Ösifünfer haut hier aber doch erfreulich brachialen Hardcore raus, der lediglich mit einigen Samples untermauert wird, die die meiste Zeit aber keineswegs negativ ins Gewicht fallen. Zusätzlich liefern die teils recht melodiösen Gitarren hübsche Kontrapunkte zu Matthias' brutalem Gebrüll.

Da überrascht und überzeugt schon das nach „Introduction“ geschaltete „Beautiful Black Heart“ mit deftigstem Geschrei, flirrenden Gitarren und tighten Mini-Breakdowns, wobei man dem Quintett zugute halten muss, dass es zwar keineswegs unglaubliche Neuheiten präsentiert, aber doch schön und technisch versiert aus allen Rohren feuert. Auch „Love 2.1“ ballert ordentlich vor sich hin, hier wird aber schon ein Fünkchen Monotonie sichtbar; obwohl die Hintergrundgitarren im Refrain richtig gute Stimmung verbreiten, kann man sich schon ausmalen, dass Give Em Blood auf Dauer ihren Reiz ein wenig verlieren könnten, wenn sie auf der/den folgende/n Scheibe/n genauso agieren wie auf „Seven Sins“.  

Dass Give Em Blood aber trotzdem ordentlich Hummeln im Arsch haben, beweist einmal mehr „Sinking“, das von der ersten Sekunde an losballert. Mir persönlich gefällt das fiese Gekeife des Sängers um Welten besser als die tiefen Growls, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten und rein qualitativ ist der Mann bei beiden Stilen nicht unbedingt der schlechteste. Dafür wird’s dann dank der Gitarren gegen Ende schon beinah episch – da haben die Österreicher das Ruder noch mal mit ordentlich Schwung herumgerissen. Nicht übel!

Auch wenn es auf „Seven Sins“ durchaus in einer Handvoll Songs ein paar kleinere Durchhänger gibt, ist die Platte insgesamt doch mehr als solide, erst recht für ein Erstlingswerk. Dass Give Em Blood einiges können, beweisen die Stücke allemal! So kann man also davon ausgehen, dass das Debütalbum der Österreicher erst die Spitze des Eisberges darstellt – in Zukunft wird sich die Truppe sicherlich noch ordentlich steigern.

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