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Ghostfog: Hear Them Whisper

Unterm Strich nicht überzeugend
Wertung: 3.5/10
Genre: Industrial
Spielzeit: 28:43
Release: 01.04.2009
Label: Eigenproduktion

Bei Ghostfog handelt es sich um ein Industrial-Projekt aus Essen, welches nach eigenen Angaben dem neu kreierten Genre „Shot’n’Roll“ zuzuordnen ist. Nach dem Debüt „Ghosts Of The Past“ folgt nun die EP „Hear Them Whisper“, die einen Vorboten zum im September kommenden, neuen Album „Ghostfest“ darstellen soll.

Generell bestehen die sieben Songs der vorliegenden EP aus stampfenden Rhythmen, bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Vocals und einigen 8-Bit-Synths, die stark an einen Gameboy Color beziehungsweise sogar an eine gute alte C64 erinnern. So beginnt der Opener „Beyond The Quiet“ mit einem etwas an Marschmusik erinnernden Beat und einer Synth-Sequenz, die scheinbar mit dem WahWah-Effekt verändert wurde. Der Gesang wird von verschiedenen weiteren Sequenzen überlagert und gerät so etwas in den Hintergrund, was unter anderem auf ein schlechtes Mastering zurückzuführen ist. Die Sequenzen wiederholen sich hier viel zu oft, sodass für Noise-Anhänger die Songstruktur nicht komplex genug aufgebaut sein dürfte, für Fans von Harsh bzw. Dark Electro fehlt der Groove und ein Tacken mehr Tanzbarkeit sowie Melodie.

Ein Händchen hat der sich ebenfalls „Ghostfog“ nennende Mastermind jedoch für karge, beklemmende Melodie-Sequenzen, die sicherlich ganz gut in verschiedene Hörspiele oder ähnliches passen würden, so zu hören bei „Behind The Corner“. Deutlich ruhiger und ausgefallen ist der Song „Down In The Strees“, dessen Intro stark an „More To Tarnish“ von Life Cried erinnert. Das Stück lässt sich eher dem Ambient-Bereich zuordnen auch wenn sich am Ende wieder – wenn auch in langsamen Tempo – der typische Sound Ghostfogs wieder entwickelt.

Erneut etwas an Filmmusik erinnert „Legion“, ein zweiminütiger Instrumental-Track der deutlich mehr groovt als seine Vorgänger und auch besser umgesetzte, melodische Sequenzen aufweist – Potential ist bei diesem Projekt also vorhanden, auch wenn es noch ein sehr, sehr weiter und harter Weg werden wird, bis man tatsächlich Songs anfertigt, die ein größeres Publikum überzeugen können.

Für Fans der frühen Alben von Psyclon Nine könnte diese CD durchaus interessant sein, auch wenn der Sound sehr gewöhnungsbedürftig ist und sich darüber hinaus noch im Demostadium befindet. Wer sich mit dem Stil anfreunden kann, sollte Ghostfog im Auge behalten, da es in diesem Genre noch nicht zu viele engagierte und aktive Projekte gibt. Alle anderen verpassen hier jedoch nichts.

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